Energiewechsel

Barnim: Breite Unterstützung für alte Stammstrecke der Heidekrautbahn

Pressemeldung vom 18. August 2011, 16:17 Uhr

Erinnerung an deutsche Teilung in Wilhelmsruh

50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer erinnern in Berlin und Brandenburg noch einige Gedenkstätten und Überbleibsel der Grenzanlagen an die deutsche Teilung. Die meisten dieser Spuren sollen zur Mahnung erhalten bleiben. Ein anderes Relikt aber hat sich nach Meinung vieler Nordberliner und Brandenburger längst überlebt: gemeint ist die Anschlusslücke der Heidekrautbahn von Schönwalde zu ihrem einstigen Stammbahnhof Berlin-Wilhelmsruh. Unter dem Motto „Lücke zu bis Wilhelmsruh“ hatte die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) deshalb am Freitag, 12. August 2011, zum Gedenken an die deutsche Teilung und zur Mahnung an die Landespolitik in Berlin und Brandenburg eingeladen. Seit Jahren bemüht sich die NEB, die alte Stammstrecke wiederzubeleben. Bisher endet die Heidekrautbahn in der Berliner Peripherie in Karow.

Klare Bekenntnisse aus Brandenburg
Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger hat sich am Freitag, 12. August 2011, in Berlin-Wilhelmsruh eindeutig positioniert: Aus Brandenburger Sicht stehe dem Bau nichts im Wege. Auch die zuständigen Landräte entlang der Heidekrautbahnstrecken, der Barnimer Bodo Ihrke und sein Kollege aus Oberhavel, Karl-Heinz Schröter, demonstrierten mit ihrer Anwesenheit ihre Zustimmung zu dem Projekt. In die gleiche Kerbe schlugen einige Berliner Abgeordnete und Abgeordnete und Bürgermeister der Gemeinden entlang der Strecke. So machten sich auch der Wandlitzer Bürgermeister Udo Tiepelmann und der Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Heidekrautbahn, Dieter Seefeldt, in Berlin stark für den Lückenschluss. Die Augen aller Befürworter sind nun auf die Berliner Politik gerichtet.

Studie bestätigt Machbarkeit und Nutzen
Die betroffenen Landkreise und Berliner Bezirke, vor allem aber die Fahrgäste haben immer wieder den Wunsch geäußert, dass die Heidekrautbahn langfristig auf der alten NEB-Stammstrecke über Berlin-Wilhelmsruh bis nach Gesundbrunnen fahren soll. Die Reaktivierung der Stammstrecke möchte die NEB, bei der die angrenzenden Kommunen auch Miteigentümer sind, nun weiter vorantreiben. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben: Eine beauftragte Kosten-Nutzen-Studie stützt die Pläne mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen. Und auch das Planfeststellungsverfahren für den Wiederaufbau des Bahnhofs Wilhelmsruh ist bereits abgeschlossen. NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker sagte am Freitag: „Die Nachfrage und das Potential sind da. Ausflügler aus Berlin könnten direkt, schnell und stressfrei ins Grüne reisen. Nun muss nur noch die Politik grünes Licht geben.“

Für den Wiederaufbau der Strecke müssten rund 13 Kilometer Gleise verlegt und etliche Bahnhöfe auf der Strecke barrierefrei gestaltet werden. Die Investitionssumme dafür soll bei 20 Millionen Euro liegen. 25 Millionen Euro kostet es, wenn die Heidekrautbahn nicht in Wilhelmsruh endet, sondern bis Gesundbrunnen weiterfährt. Die NEB könnte mit der angestrebten Strecke ihre täglich 4000 Fahrgäste fast verdoppeln.

Quelle: Landkreis Barnim / Pressestelle

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