Energiewechsel

Barnim: Futtermittel und Lebensmittel im Landkreis Barnim werden sorgfältig kontrolliert

Pressemeldung vom 21. Januar 2011, 10:16 Uhr

Audit des Qualitätsmanagementsystems ohne Abweichung von der Norm

Schon lange vor dem aktuellen Dioxin-Skandal stand der Termin fest: Am Dienstag, 11. Januar 2011, haben zwei vom Land Brandenburg bestellte Gutachter das Qualitätsmanage-mentsystem (QMS) des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Barnim geprüft. Einen Tag lang nahmen sie speziell den Fachbereich Futtermittel unter die Lupe. „Die Auditoren haben keine Abweichungen zur vorgegebenen Norm festgestellt. Das zeigt, dass wir gut arbeiten und auf dem richtigen Weg sind“, sagte Amtstierarzt Dr. Volker Mielke.

Diese vorgegebene Norm heißt ISO 9001 und ist in Europa verpflichtend eingeführt worden. Um sie zu erreichen, hat das Land Brandenburg 2007 ein zentrales Qualitätsmanagement-system für den Bereich Verbraucherschutz eingeführt. Nach dem Leitbild „Verbraucherschutz – AKTIV“ (AKTIV steht für Ansprüche, Kompetenz, Transparenz, Informationen, Verantwortung) sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden ein gemeinsames Qualitätsverständnis entwickeln.

Für die 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sachgebiet Verbraucherschutz beim Landkreis Barnim bedeutete das zuerst einmal deutlich mehr Arbeit. Jeder Schritt, den sie tun, muss innerhalb des Qualitätsmanagementsystems nach strengen Vorgaben dokumentiert werden. „Ziel ist, dass im ganzen Land nach einheitlichen Standards kontrolliert wird. Durch die genaue Dokumentation können eventuelle Fehlerquellen entdeckt und entfernt werden“, erklärt Fachtierärztin für Lebensmittel Dr. Gerit Seifert die Vorteile des aufwändigen Systems. Die Verbraucher haben so die Gewissheit, dass überall die gleichen Prüfkriterien und dieselbe Sorgfalt angewandt wird. Gerit Seifert und ihr Team haben 2000 Betriebe im Landkreis unter Aufsicht, angefangen bei Landwirtschaftsbetrieben, über Lebensmittelhersteller bis hin zu Händlern von Nuckelflaschen.

Gegenstand des Audits in der vergangenen Woche war, ob die Gütevorgaben im Bereich Futtermittel eingehalten werden. Die Gutachter prüften unter anderem den Ablauf und die Umsetzung der amtlichen Kontrollen und Probenahmen von Futtermittelunternehmen, die regelmäßige Wartung der vorhandenen Prüf- und Arbeitsmittel und Einhaltung der Hygenie- und Arbeitsschutzvorschriften. Beanstandungen gab es nicht.

„Die Futtermittelüberwachung im Barnim ist auf die Tierhalter als Nutzer und die Landwirte als Produzenten von Futtermitteln beschränkt“, erläutert Volker Mielke. Etwa 300 solcher Betriebe sind im Landkreis registriert und werden kontrolliert. Die Aufsicht über Futtermittelhersteller und -händler, die aus verschiedenen Rohstoffen Futtermittel produzieren, werde dagegen vom Land selbst durchgeführt.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass im Landkreis Barnim mit Dioxin verunreinigte Futtermittel verfüttert oder hergestellt wurden.

Quelle: Landkreis Barnim / Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis