Energiewechsel

Barnim: Ökologischer Anbau trägt zu gesunder Ernährung bei

Pressemeldung vom 5. Oktober 2010, 16:19 Uhr

„Barnim macht Familien stark“
Das Interesse an einer gesunden Ernährung und auch an ökologisch produzierten Lebensmitteln steigt in der Bevölkerung stetig an. Das gilt auch für den Barnim. Besonders im Berlin nahen Raum steigt der Marktanteil von Ökoprodukten stetig.
Die Europäische Union, der Bund und das Land Brandenburg fördern seit Jahren die Umstellung von der konventionellen auf die ökologische Produktion der Lebens- und Futtermittel.
Der ökologische Landbau hat sich auch im Landkreis Barnim sehr erfolgreich etabliert. Der Anteil der ökologisch wirtschaftenden Unternehmen hat sich flächenmäßig auf 14 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgedehnt. Der Durchschnitt im Land Brandenburg liegt bei 10,3 Prozent.
Mit Stand vom August 2010 wirtschaften im Landkreis 42 Landwirtschaftsbetriebe nach den Grundregeln des Ökologischen Landbaus. Der Flächenumfang dieser streng kontrollierten Wirtschaftsweise beträgt 6 973 Hektar. „Man kann davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren die Fläche und die Anzahl der Unternehmen im Ökobau zunehmen werden“, sagt Beate Schmidt-Grimm, Leiterin des Verbraucherschutz- und Gesundheitsamtes des Landkreises Barnim.
Ökologischer Anbau sei nicht grundsätzlich gleichzusetzen mit gesunder Ernährung, sondern verlange eine Umstellung der gesamten Produktionsmethoden und eine umfassende Umstellung der betrieblichen Abläufe. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und bestimmte synthetische Düngemittel erfordert einen höheren Arbeitskräfteaufwand und einen intensiveren Einsatz beispielsweise in der mechanischen Unkrautbekämpfung.
Die Erweiterung der Fruchtfolge als Maßnahme zur vorbeugenden Herabsetzung der Schadenswahrscheinlichkeit ist von besonderer Bedeutung. Auch die Selbstregulierung von Agrarökosystemen durch Schaffung von Lebensräumen wie Hecken und Feldraine zur Förderung von natürlichen Gegenspielern der Schädlinge findet im Bereich des Ökologischen Landbaus zunehmend Beachtung.
Pilzkrankheiten der Pflanzen werden durch Anbauplanung und Koordinierung von Arbeitsabläufen im Vorfeld und während des eigentlichen Anbaus verhindert oder zumindest gemindert.
Erst mit der sorgfältigen Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen kann der enge Zusammenhang zwischen „Ökobau“ und „Gesunder Ernährung“ verwirklicht werden.
Die Ökobetriebe des Barnim haben die Prinzipien des Ökobaus verinnerlicht und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur gesunden Ernährung der Bevölkerung des Landkreises und auch der Bundeshauptstadt Berlin, lautet das Fazit aus dem Verbraucherschutz- und Gesundheitsamt des Landkreises Barnim.
Ökologische Landwirtschaft auf dem Vormarsch
Ökologische Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft oder Ökolandbau bezeichnen die Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die auf der Grundlage möglichst naturschonender Produktionsmethoden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes geschehen soll. Die ökologische Landwirtschaft verzichtet auf den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel, sowie auf Wachstumsförderer, Mineraldünger und Gentechnik, wie sie in der konventionellen Landwirtschaft teilweise zum Einsatz kommen.
Ziel des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) ist es, die Rahmenbedingungen für die ökologische Landwirtschaft deutlich zu verbessern und ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen.

Quelle: Landkreis Barnim / Pressestelle

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