Energiewechsel

Barnim: Paul-Wunderlich-Haus reduziert 866 Tonnen CO2

Pressemeldung vom 24. Januar 2011, 09:36 Uhr

Zertifizierung auf der Grünen Woche
Das Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum Barnim „Paul-Wunderlich-Haus“ in Eberswalde wurde am Freitag, 21. Januar 2011, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin für aktiven Klimaschutz ausgezeichnet.
Wegen seiner natürlichen Bauweise aus Holz hat der Komplex aus fünf Gebäuden der Atmosphäre dauerhaft 866 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 entzogen. Das hat die CO2-Bank der Allianz der Landesbeiräte Holz errechnet und nun honoriert. Landrat Bodo Ihrke und der Architekt des Paul-Wunderlich-Hauses, Thomas Winkelbauer, nahmen auf der Grünen Woche in Berlin den CO2-Beleg über 866 Tonnen gespartes CO2 entgegen.
Eberswalde hat dadurch einen vorbildlichen und aktiven Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, sagte Matthias Eisfeld, Repräsentant der CO2-Bank. Er und Dr. Georg Wagener-Lohse, Vorsitzender des Landesbeirates Holz Berlin-Brandenburg, übergaben dem Landrat die Urkunde.
Landrat Bodo Ihrke bedankte sich für die Auszeichnung. „Unser Haus spart jedoch nicht nur durch die Bauweise“, ergänzte er. „Das Gebäude wird mit Wärmepumpentechnik versorgt und die gesamte Stromversorgung wird über grünen Strom gedeckt. Das spart im Barnim zusätzlich 540 Tonnen CO2 im Jahr“, erklärte Bodo Ihrke. Klimaschutz sei nicht nur eine Sache internationaler Konferenzen, sondern könne auch auf kommunaler Ebene erfolgreich betrieben werden. Das Paul-Wunderlich-Haus ist das erste Projekt aus Brandenburg, das in die CO2-Bank aufgenommen wird.
144 mal um die Erde
866 Tonnen CO2 – um die vom Paul-Wunderlich-Haus reduzierte Menge CO2 wieder auszustoßen, müsste ein Pkw eine Strecke von über 5,7 Millionen Kilometern zurücklegen, also ungefähr 144 mal um die Erde reisen. Zum Vergleich: Ein Mensch in Deutschland produziert im Jahr rund 7,5 Tonnen CO2. Diese Menge setzt sich hauptsächlich aus den produzierten Abgasen durch das Autofahren und durch das Heizen der Wohnung zusammen.

Und so funktioniert der „ausgezeichnete“ Klimaschutz:
Durch den Vorgang der Photosynthese im Blatt des Baumes wird Kohlendioxid (CO2) gespalten. Während der Kohlenstoff (C) im Holz gespeichert wird, geht der Sauerstoff (O) in die Atmosphäre. Der Atmosphäre wird dadurch das Treibhausgas CO2 dauerhaft entzogen. Mit fortschreitendem Alter eines Baumes verliert der Vorgang jedoch an Wirkung. Der Baum reduziert zunehmend weniger CO2 und sollte durch einen jungen, aktiveren ersetzt werden. Dabei hilft die Holzverwendung: „Reife“ Bäume werden geerntet und – wie in Deutschland seit Jahrhunderten üblich – wieder durch mindestens genauso viele junge Bäume ersetzt. Da dem Wald darüber hinaus insgesamt nicht mehr Holz entnommen wird, als im gleichen Zeitraum nachwächst, ist Holzverwendung aktiver Klimaschutz.
CO2-Bank
Die CO2-Bank ist ein internationales Projekt zum Klimaschutz. Für Deutschland wird sie von der Allianz Landesbeiräte Holz repräsentiert, verantwortlich vertreten durch den Landesbeirat Holz Nordrhein-Westfalen. Die CO2-Bank ist eine internationale Datenbank, die die Qualität und Menge der Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) durch die Objekte und Leistungen der Wald- und Holzwirtschaft dokumentiert. Die CO2-Bank verfügt über zwei Forschungswälder in Deutschland und auf den Philippinen.
Allianz Landesbeiräte Holz
Die Allianz Landesbeiräte Holz ist die deutsche Dachorganisation der in den Bundesländern vertretenen zwölf Landesbeiräte Holz. Seit mehr als 30 Jahren bündeln die Landesbeiräte Wissen und Aktivitäten zur Förderung der Holzverwendung.
Die CO2-Bank im Internet: www.co2-bank.de

Quelle: Landkreis Barnim / Pressestelle

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