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Barnim: „Seniorenfreundlichkeit auf guten Weg“

Pressemeldung vom 13. Oktober 2010, 10:55 Uhr

2. Kreisseniorenkonferenz in Eberswalde zieht Bilanz und schaut nach vorn

Zum zweiten Mal haben sich die Seniorenbeiräte aus den Barnimer Kommunen zu einer gemeinsamen Konferenz getroffen. Zu der kreisweiten Seniorenkonferenz hatte am Dienstag, 12. Oktober 2010, der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats Joachim Klein in das Paul-Wunderlich-Haus eingeladen. Die meisten der 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Seniorenbeiräte. An der Konferenz hatten aber auch einige Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und den Kreistagsfraktionen teilgenommen sowie Sozial- und Umweltdezernentin Silvia Ulonska und Landrat Bodo Ihrke.

Die Konferenz verabschiedete ein Papier, in dem die Senioren Schwerpunkte ihrer Arbeit festlegten und Forderungen an die Politik aufmachten. „Wir wollen die Arbeit bis zum Rentenalter sichern und generationsgerechten Wohnungsbau. Außerdem liegen die Schwerpunkte unserer Bemühungen weiter auf der Verbesserung der Mobilität von älteren Menschen und ihrer gesundheitlichen Versorgung und Pflege“, fasste Joachim Klein zusammen. Der Schutz vor Kriminalität und Altersdiskriminierung und der Solidaritätsgedanke zwischen den Generationen sind ebenfalls Teil der verabschiedeten Leitgrundsätze.

Joachim Klein gestand der Kreisverwaltung und den kommunalen Verwaltungen im Barnim zu, dass sich die „Seniorenfreundlichkeit“ im Landkreis „auf einem guten Weg“ befände. „Das hat die Konferenz unterstrichen“, sagte er. Sozial- und Umweltdezernentin Silvia Ulonska war zuvor in einem Vortrag auf die Lage der Senioren im Landkreis eingegangen und auf das, was die Verwaltung für sie tut.

Einige Verbesserungen hat es in den letzten Jahren im Bereich der Mobilität von Senioren gegeben. Rufbusse auf den Routen nach Finowfurt und Hohensaaten bringen mehr Flexibilität. Und auch die touristischen Zentren sind mit der neu geschaffenen Naturparklinie, dem Werbellinseebus und Wochenendfahrten zum Schiffshebewerk besser angebunden worden. Seit 2009 reisen Senioren mit dem „VBB-Abo 65 plus“ für monatlich 47 Euro mit Bus und Bahn.

Gut versorgt ist der Barnim auch mit Pflegeeinrichtungen jeder Art – angefangen vom Heimplatz, über Wohngemeinschaften bis zur häuslichen Pflege. Weitere Anstrengungen sind laut Dezernentin gerade im ländlichen Bereich nötig. Dort sind Allgemeinmediziner und Fachärzte rar. Für die Seniorenkonferenz könnte ein Lösungsansatz sein, wieder Gemeindeschwestern zur Unterstützung der Ärzte einzuführen.

Als vorbildlich bezeichneten sowohl Silvia Ulonska als auch Landrat Bodo Ihrke das Engagement der Senioren und Seniorinnen im Barnim. Sie sind sowohl in politischen Gremien als auch in allen denkbaren Vereinen vertreten und bringen sich ein.

Landrat Bodo Ihrke ermutigte die Seniorenbeiräte in seinem Abschlussstatement dazu, immer wieder Forderungen an die Politik zu stellen und sich Gehör zu verschaffen. Er würdigte die Arbeit der Seniorenbeiräte, warb aber auch dafür, die Generationen nicht gegeneinander agieren zu lassen. „Wir brauchen wieder mehr den Gedanken an eine Familie, in der sich die Generationen nach ihren Fähigkeiten gegenseitig helfen.“

Von insgesamt rund 176.000 Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Barnim sind fast 47.000 über 60 Jahre alt, das sind 26 Prozent der Gesamtbevölkerung im Kreis. 2003 lag das durchschnittliche Alter der Barnimer bei rund 42 Jahren, 2025 wird es bei rund 50 Jahren liegen.

Quelle: Landkreis Barnim / Pressestelle

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