Energiewechsel

Berlin: Deep Tech Award 2016

Pressemeldung vom 22. Juli 2016, 13:18 Uhr

60.000 Euro Preisgeld für innovative Lösungen und Produkte in Hardware und systemnaher Software

Berlin. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung schreibt gemeinsam mit dem Verband der Informations- und Kommunikations-Industrie in Berlin und Brandenburg, SIBB e. V. und dem Business Apps Network im Rahmen der Landesinitiative Projekt Zukunft und der Kampagne für den IT-Standort Berlin „log in. berlin.“ den Deep Tech Award 2016 aus.

Gesucht werden bis zum 20. Oktober 2016 anwendungsorientierte und erprobte Lösungen und Produkte auf Soft- und/oder Hardwarebasis im Bereich „Internet of Things“ (IoT), die sich durch einen hohen Innovationsgrad und großes Zukunftspotenzial auszeichnen. Nach der Premiere im Jahr 2015 wurde das Preisgeld noch einmal erhöht – insgesamt werden 60.000 Euro vergeben. Es werden mindestens drei Deep Tech Stars vergeben. Bewerben können sich im Land Berlin niedergelassene Unternehmen. Der Wettbewerb richtet sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen. Die Preisvergabe findet am 9. November 2016 in Berlin statt.

Eingereicht werden können anwendungsorientiere und erprobte Lösungen und Produkte im Bereich Hardware und systemnaher Software wie z.B.:

· Devices

· Sensoren & Aktoren

· Netzwerke (Low-Power/Short-Range, Low-Power/Wide-Area)

· Prozessoren & Architekturen

· Betriebssysteme

· Plattformen

· Device Management (Device Monitoring, Firmware & Software Updates, Diagnostik, Fehleranalyse & Reporting, Physisches Management & Sicherheitsmanagement)

· Analytische Tools, Algorithmen, Event Stream Processing und Analysemodelle

· Standards & APIs

· Sicherheitstechnologien für Devices, Betriebssysteme, Plattformen & Kommunikationswege

In die Bewertung der Jury fließen der Innovationsgrad, mögliche Alleinstellungsmerkmale, Vorteile und Mehrwert aus der Nutzerperspektive ebenso ein wie das vorhandene Marktpotenzial, das Datenschutz- und Datensicherheitskonzept und ggf. das Design.

Thomas Schröter, Jurymitglied und Vorstandsvorsitzender des SIBB e.V. zum Wettbewerb: „Berlin hat sich zu einem wichtigen digitalen Impulsgeber in Deutschland und Europa entwickelt. Ein wesentlicher Treiber sind auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Stadt, die mit ihren innovativen Lösungen und Produkten als Querschnittstechnologie Wertschöpfung für inzwischen alle Branchen schaffen. Ihnen zum nunmehr zweiten Mal mit diesem Preis öffentliche Wertschätzung für ihre herausragenden Produkte bieten zu können, freut mich als Interessenvertreter der IT- und Internetwirtschaft der Hauptstadtregion außerordentlich. Ich kann die tausenden IT-Unternehmen deshalb nur aufrufen, dieses Podium zu nutzen, und ihre Produkte „Made in Berlin“ zu zeigen und diese Plattform für ihre Präsentation zu nutzen.“

Staatssekretär Dr. Hans Reckers, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin: „Berlin ist ein führender Standort für Informations- und Kommunikationstechnologie in Deutschland und Europa. Etwa 7.300 IT-Unternehmen mit fast 80.000 Erwerbstätigen erwirtschaften jährlich einen Umsatz von mehr als 10,5 Milliarden Euro. Mit dem Deep Tech Award veranstalten wir einen Wettbewerb, der die Innovationskraft von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Entwicklung von Lösungen für das „Internet of Things“ betrifft.“

Dirk Stocksmeier, Vorstandsvorsitzender Business Applications for the Mobile World e. V.: „Die Neuauflage des Deep Tech Award nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ist eine tolle Sache für die Berliner IT-Wirtschaft. In der Stadt gibt es viele kleine und mittelständische Unternehmen, die hervorragende technologieintensive Lösungen und Produkte für verschiedenste Branchen entwickeln. Sie leisten damit einen bedeutenden Beitrag zum wirtschaftlichen Aufstieg der Hauptstadtregion. Mit dem Award möchten wir besonders innovative Lösungen und Produkte auszeichnen und die Leistungsfähigkeit der Berliner IT-Wirtschaft unterstreichen.“

Bewertet werden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge von einer hochkarätig besetzten unabhängigen Fachjury. Diese setzt sich zusammen aus:

Thomas Schröter, Vorstandsvorsitzender SIBB e.V: Thomas Schröter war selbst Gründer und Geschäftsführer von Software-Unternehmen mit mehr als 140 Mitarbeitern und über 17 Jahre in der IT-Branche tätig. Im Jahr 2003 gründete er die Corporate Finance Beratung eventurecat und 2012 die förderbar GmbH, eine auf die IT-und Internet-Industrie spezialisierte Fördermittelberatung. Thomas Schröter wurde im Mai 2007 in den Vorstand des SIBB e.V. gewählt, seit 2014 ist der 53-Jährige Vorstandsvorsitzender des IT-Branchenverbandes der Hauptstadtregion. Besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Finanzierung der Berliner und Brandenburger IT-Unternehmen bei Wachstum, Restrukturierung oder Nachfolge. Darüber hinaus ist er Aufsichtsratsmitglied der FRIENDSHIP SYSTEMS AG und als Vertreter der IT- und Internet-Industrie Mitglied des Bürgschaftsausschusses bei der Bürgschaftsbank zu Berlin Brandenburg.

Michael Pemp: Der Referent bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung für die IKT Branche, Telekommunikation und Postwesen gilt als ausgewiesener Experte der IT-Branche und IT-Anwendungen in der Berliner Senatsverwaltung. Schwerpunkte seiner Arbeit sind wirtschafts-und technologiepolitisch untersetzte Themen und damit verbunden Innovationsmanagement und Innovationsfinanzierung. Michael Pemp ist studierter Wirtschaftsingenieur.

Jens Tamm, JT Management- und Vertriebsberatung: Jens Tamm studierte Volkswirtschaftslehre und Politik und war Business Development Manager der Strato AG. Hier war er u.a. verantwortlich für die Einführung neuer Services in Kooperation mit Eutelsat Paris (sky DSL) sowie ePages mit Intershop. 2000 gründete er die livingNetMedien AG mit. Von 2001 bis 2016 war er für die Interoute Germany GmbH tätig, zuletzt als Country Manager Deutschland und Österreich. Tamm ist heute selbstständiger Management- und Vertriebsberater mit Fokus IT und berät aktuell die CPU 24/7 GmbH in Potsdam.

Prof. Dr.-Ing. Dr. sc. techn. Klaus-Dieter Lang – Fraunhofer IZM: Prof. Klaus-Dieter Lang studierte Elektrotechnik an der Humboldt Universität zu Berlin. 1985 promovierte und 1989 habilitierte er sich zu Themen aus dem Fachgebiet Halbleitertechnik, Aufbau- und Verbindungstechnik und Qualitätssicherung. Seit 1993 ist Prof. Lang am Fraunhofer IZM tätig, zunächst als Gruppen und Abteilungsleiter. Seit 2010 ist er der Leiter des Fraunhofer IZM. 2011 erhielt er den Lehrstuhl „Nano Interconnect Technologies“ und übernahm die Leitung des Forschungsschwerpunktes Technologien der Mikroperipherik an der Technischen Universität Berlin. Prof. Lang ist Mitglied in verschiedenen Gremien und Ausschüssen von Wissenschaft und Forschung und Autor bzw. Mitautor von drei Büchern und mehr als 320 Publikationen.

Tim Lange, Vorstand und Gründer der casenio AG, Berlin: Tim Lange entwickelt und vertreibt mit seinem Unternehmen das intelligente Hilfe und Komfortsystem casenio. Das Unternehmen ist mit dem Deutschen Seniorenlotsen zertifiziert. Das Siegel zeichnet seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen unter der Berücksichtigung der Seniorenfreundlichkeit, Produktvielfalt, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Qualität der Produkte aus. Darüber hinaus siegte das Unternehmen im Halbfinale beim Pitch „30in30in30“ von Aging 2.0. Der internationale Wettbewerb zeichnet Start-ups aus, die besonders gute Ideen zum Thema „Älter werden in der Zukunft“ entwickeln. Langes Unternehmen wurde zudem ausgezeichnet mit dem SmartHome Deutschland Award als eines der drei besten „Start-ups im Bereich SmartHome/SmartBuilding“. Darüber hinaus ist Lange seit 1995 Vorstand von Die Netz-Werker-AG Berlin, einem IT-Systemhaus mit Schwerpunkt Beratung & Cloud-Services.

Dirk Slama – Bosch Software Innovations GmbH: Dirk Slama ist Director of Business Development bei Bosch Software Innovations (SI). Bosch SI unterstützt Bosch-Kunden und Geschäftseinheiten bei der Umsetzung von innovativen Lösungen im Internet of Things. Herr Slama hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit sehr großen IT und Change-Projekten im Umfeld SOA, BPM, M2M und zuletzt IoT. Er repräsentiert Bosch im Steering Committee des Industrial Internet Consortium (IIC) und ist sehr aktiv in der Industrie 4.0-Community. Seine internationale Arbeitserfahrung beinhaltet Projekte für Lufthansa Systems, Boeing, AT&T, NTT DoCoMo, HBOS und andere. Herr Slama spricht regelmäßig auf Konferenzen. Er ist außerdem Mitautor von vier erfolgreichen Büchern, zuletzt „Enterprise IoT“ ( www.enterprise-iot.org). Als Conference Chair der Bosch ConnectedWorld unterstützt Herr Slama die Bosch-Gruppe bei der Gestaltung ihrer IoT-Strategie. Er ist Absolvent des IMD MBA-Programms und hat an der TU-Berlin Informatik studiert.

Frank Hoppe – Vorstandsmitglied Business Applications for the Mobile World e.V.: Frank Hoppe arbeitet bei der OPITZ CONSULTING Deutschland GmbH im Bereich Business Development & Innovation und unterstützt die Kunden der IT-Beratung bei der Konzeption und effektiven Umsetzung individueller Lösungen. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit umfassen alle Fragen rund um das Management von IT-Infrastrukturen sowie die Planung, Entwicklung und Wartung von mobilen Lösungen. Aktuell ist er im weiten Feld der Digitalisierung und hier speziell bei Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge sowie Big Data aktiv, spricht auf Konferenzen und identifiziert mit Kunden neue Geschäftsansätze. Seit 2014 ist er im Vorstand des Business Applications for the Mobile World e.V. aktiv.

Prof. Dr. Odej Kao – Technische Universität Berlin (TU Berlin): Prof. Dr. Odej Kao leitet die Forschungsgruppe Betrieb komplexer IT Systeme an der TU Berlin und ist gleichzeitig Direktor des Rechenzentrums tubIT sowie Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik. Seine Forschungsinteressen und Veröffentlichungen umfassen die Felder Cloud Computing, Big Data sowie Entwurf und Betrieb großer IT-Infrastrukturen. Prof. Kao ist Mitglied in der IT-Kommission der DFG und aktiv in zahlreichen Programmausschüssen von internationalen Konferenzen und Zeitungen. Seine Publikationsliste umfasst über 300 Beiträge in international begutachteten Konferenzbänden und Zeitschriften.

Prof. Dr. Björn Scheuermann, Leiter des Lehrstuhls für technische Informatik, Humboldt Universität Berlin: Björn Scheuermann ist Inhaber des Lehrstuhls für Technische Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte in Mannheim Mathematik und Informatik, promovierte 2007 in der Informatik an der Universität Düsseldorf und übernahm dort 2008 eine Juniorprofessur für Mobile und Dezentrale Netzwerke. 2011 folgte er zunächst einem Ruf auf eine Professur für Telematik an der Universität Würzburg und übernahm später eine Professur für IT- Sicherheit an der Universität Bonn, bevor er 2012 an die HU Berlin wechselte. Seine Interessen liegen im Bereich des Entwurfs von Rechner- und Netzwerksystemen. Neben vielen erfolgreichen Kollaborationen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft hat sein Lehrstuhl auch bereits mehrere erfolgreiche Startups hervorgebracht. Derzeit arbeitet er unter anderem an Kommunikationstechnik für mehr Effizienz und Sicherheit im Straßenverkehr, an Verfahren für den technischen Datenschutz sowie an Netzwerken für Industrie-4.0-Anwendungen.

Quelle: Pressestelle sibb region / SIBB e.V.

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