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Bernau: Bahnhofsplatz – Warum die Bäume erst im November gepflanzt werden

Pressemeldung vom 18. Oktober 2013, 08:40 Uhr

Derzeit mehren sich Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern bei der Stadtverwaltung, die die Restarbeiten am Bahnhofsplatz betreffen. Dazu gehört auch die Frage, weshalb man die Fläche erst komplett gepflasterthat, um später wieder einige Steine zu entfernen und Bäume zu pflanzen? DieserAblauf erschließt sich dem Betrachter erst, wenn er um den Hintergrund weiß. Für die ungewöhnlich erscheinende Vorgehensweise gibt es handfeste Gründe. Darüber hinaus sind noch weitere Details zum Bahnhofsplatz wichtig.

Wer den Bahnhofsplatz am Tag nach dessen verkehrstechnischer Freigabe betrachtet, sieht eine vollständig gepflasterte Fläche. Hier sollen allerdings in den nächsten Wochen noch 36 Bäume gepflanzt werden. Natürlich muss die Pflasterung dafür teilweise wieder entfernt werden, um die notwendigen Baumscheiben anzulegen. Die zu entfernenden Steine wurden dennoch nicht ohne Grund gesetzt. „Vor dem Verlegen des Pflasters wurde der Untergrund verdichtet, nach dem Verlegen das Pflaster selbst mit der Rüttelplatte bearbeitet. Hätten wir die Baumscheiben schon vorher hergestellt, wäre Verdichten, Verlegen und Abrütteln nicht möglich gewesen.Sand und Steine am Rand der Pflanzlöcher wären bei diesen Arbeiten sozusagen in die kleinen Gruben gedrückt worden. Beim Bearbeiten mit der Rüttelplatte hätte man auch die angrenzenden Steine auseinandergeschoben und der Flächenverbund wäre nicht zustande gekommen“, so Simone Rochow vom Bauamt der Stadt. Ziel war es, den Platz in seiner Gesamtheit so schnell wie möglich wieder funktionsfähig und damit begehbar zu machen.

Nun werden die Baumscheiben sukzessive angelegt, damit der Platz seine Stabilität nicht verliert und benutzbar bleibt. Die Bäume der Sorte „Pflaumenblättriger Weißdorn“ werden von der Baumschule erst dann angeliefert, wenn sie ihre Blätter verloren haben – dies wird im November der Fall sein.

Entlang der Zufahrt zur Parkpalette werden zusätzlichPflanzkübelaufgestellt. Bereits vorhanden sind dagegen 14 Sitzbänke, die schon benutzt werden können; fünf davon sind komplett, neun erhalten noch einen Belag auf der Sitzfläche sowie eine Rückenlehne.

Für Unverständnis sorgt schon länger auch der Herkunftsort der Steine. Der Granit aus China erfüllt allerdings seinen Zweck und auch – nachgewiesenermaßen – die qualitativen Anforderungen der Vorgaben. Der Auftragnehmer nutzte in diesen Fragen den Spielraum, derihm im Leistungsverzeichnis zugestanden wurde.

An der Außentreppe, die den Bahnhofsplatz mit dem S-Bahnsteig verbindet, brennt derzeit auch tagsüber Licht. Die technischen Voraussetzungen für die Lichtanlage an dieser Treppe befinden sich im Verantwortungsbereich der Deutschen Bahn. Diese wird sich in der nächsten Zeit darum kümmern, dass die Lampen an der Treppe richtig eingestellt werden.

Quelle: Stadt Bernau bei Berlin

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