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Bernau: Eine Schule zieht um

Pressemeldung vom 24. Juni 2013, 10:24 Uhr

Großes Packen in der Grundschule Schönow: Das Schuljahr ist zu Ende und die Umzugshelfer rücken an. In vier Jahren soll der Umbau in Schönow komplett und eine dreizügige Grundschule mit Mensa und Turnhalle entstanden sein. Schulleiterin WaltrautFalkenthal und Konrektor Jörg Stutzke sind selbst fleißig dabei. In einem Gespräch erläutern sie, in welchen Schritten der Umbau ablaufen soll.

In Haus 1 war die Schulleitung bisher untergebracht und hier sind auch Waltraut Falkenthal und Jörg Stutzke zu finden. Bei hochsommerlichen Temperaturen packen sie eine Kiste nach der anderen, bewegen sich dabei flink zwischen Tischen und Computern und erklären nebenbei, wie die nahe Zukunft der Schule aussieht. Im Stakkato rattern sie die einzelnen Schritte herunter – es wird klar, dass die beiden den Ablauf ungezählte Male durchgegangen sind und einen genauen Überblick haben.

„Das Drehbuch für die nächsten Jahre ist etwas kompliziert und erfordert, dass wir manche Dinge zweimal umräumen müssen“, bekennt WaltrautFalkenthal und gibt einen Einblick in die geplanten Abläufe:“Wir befinden uns gerade in Haus 1, das bald abgerissen wird. An dessen Stelle soll in zwei Jahren ein Neubau stehen.“ Doch vor dem Abriss müssen Sekretariat, Lehrerzimmer, Computerzimmer und Schulleitung aus Haus 1 in Haus 3 umziehen. Dieses wiederum wird für die Aufnahme dieser Einrichtungen aktuell umgebaut. Dafür müssen die bisherigen Klassen aus Haus 3 umziehen – die Kleinen kommen in das denkmalgeschützte Haus 2, dessen Hort ab Montag für drei Wochen geschlossen ist. Die zwölf Klassen der höheren Jahrgangsstufen werden in die Container umziehen, die im hinteren Teil der Schulfläche errichtetsind. Nur noch minimale Handwerkerarbeiten sind dort zu erledigen. Im jetzigen Containerbereich werden im dritten Jahr Mensa und Turnhalle gebaut – die Klassen können dann wieder zurück, allerdings nicht in Haus 3, sondern in den Neubau von Haus 1. Im vierten und letzten Jahr des Umbaus werden die Außenanlagen vorgenommen. Es soll eine große Freifläche entstehen – Haus 3 und das bisher zentral gelegene Toilettengebäude werden dafür weichen müssen.Soweit der Plan im Groben.

Auf den ersten Blick ist diese Fülle etwas verwirrend. Nicht mehr aber für Jörg Stutzke, der im Hintergrund unermüdlich Kisten verschließt und mit Etiketten versieht. Nun schaltet er sich ins Gespräch ein, denn Zeit für ein Lob muss sein: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Finower Planungsgesellschaft war bisher einwandfrei. Die Logistik wurde zielstrebig entwickelt, die Abläufe detailliert besprochen, wir wurden pünktlich und umfassend informiert und die Kinderkonnten in einem gewissen Rahmen bei der Gestaltung mitbestimmen. So muss es laufen.“ Und schon greift er sich den nächsten Karton.

Eine Besichtigung des Schulgeländes zeigt, dass an allen Ecken und Enden angepackt wird. Aus Haus 2 tragen Arbeiter der Umzugsfirma Hansetrans Stühle, schleppen Kisten, rollen Tafeln heraus. Das gleiche Bild bei Haus 3. Die Schulleiterin steuert über das verwinkelte Gelände zum hinteren Bereich, wo nun die Container stehen. Die Sonne brennt auf das Gelände, doch trotz hochsommerlicher Temperaturen haben sich die „Lernboxen“ nicht aufgeheizt und machen einen angenehmen Eindruck. Der Rundgang endet wieder bei Haus 1. Auf dem Weg dahin erklärt WaltrautFalkenthal, dass die Schule in der nächsten Zeit wohl in beengten Verhältnissen leben müsse:“Wir experimentieren dann mit gestaffelten Pausenzeiten, damit es auf dem Pausenhof nicht zu eng wird.“ Doch weder dieses Experiment, noch die beengten Verhältnisse oder etwa die Plackerei bei dieser Hitze scheinen ihr etwas anzuhaben.

Quelle: Stadt Bernau bei Berlin

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