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Bernau: Startschuss für die Entwicklung der Sport-, Spiel- und Freizeitplätze

Pressemeldung vom 18. Juni 2013, 14:59 Uhr

Mit einer Auftaktberatung im Rathaus startete die Entwicklung der so genannten Spielleitplanung in Bernau. Damit ist der Startschuss für die Entwicklung der Sport-, Spiel- und Freizeitplätze zwischen 2013 und 2022 getan. Ausgehend von einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2011 beauftragte die Stadt eine Planungsgemeinschaft, bestehend aus den Büros „Stadt-Kinder“ und „stadt.menschen.berlin“, die Spielleitplanung auf den Weg zu bringen. In den Sommerferien werden Stefan Apel und Clemens Klikardaher die Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet in Augenschein nehmen.

Die beiden Stadtplaner sind aber nicht alleine: Ihre Mitarbeiterin Anja Mockers und eine weitere Fachkraft werden dabei sein, wenn sie die Spielplätze begehen und fotografieren. Dass die Begehung manchmal zu Irritationen führt, kann Clemens Klikar absolut nachvollziehen: „Natürlich wollen Eltern ihre Kinder schützen und sind sehr sensibel, wenn ein Herr mittleren Alters den Spielplatz genauer in Augenschein nimmt oder gar fotografiert.“ Doch die beiden Planer sind nachweislich im Auftrag der Stadt unterwegs und kennen die Sorgen der Eltern: „Aus vielen Projekten in anderen Städten wissen wir, dass der Beginn genau solcher Planungsprozesse manchmal schwierig sein kann.“ Umso wichtiger ist es den beiden daher eine offene Kommunikation und dass die Bevölkerung weiß, wer sie sind und was sie tun: Ihre Bilder und ihre Bestandsaufnahme sind Grundlage aller weiteren Planungsprozesse in der Spielleitplanung. Koordinator und Ansprechpartner auf kommunaler Seite ist das Stadtplanungsamt.

Die Spielleitplanung kann nur in mehreren Stufen entwickelt werden: Am Anfang steht die Bewertung aller Spiel-, Sport- und Bolzplätze, die öffentlich, öffentlich zugänglich oder zu Wohnungsgesellschaften zugehörig sind. Der Blick der Stadtplaner von außen, geschult durch eine Vielzahl ähnlicher Projekten im ganzen Bundesgebiet, erkennt schnell unter- oder überversorgte Gebiete, Engpässe, Unfallgefahren, Aufenthaltsqualität für Eltern oder Großeltern oder räumliche Gefahrenzonen wie zum Beispiel Straßen. Doch wie bewerten Kinder ihre Spielplätze selbst? Welche Angebote gibt es für Jugendliche oder wo sehen diese Entwicklungsbedarf? Bei den Streifzügen im September und Oktober, die die Planer in Zusammenarbeit mit den Schulen organisieren wollen, steht der Blickwinkel der Betroffenen im Vordergrund und ergänzt die erste Erhebung. Die Ergebnisse der Phase A, also die Resultate der Planer und die Bewertungen und Anregungen der Kinder und Jugendlichen, werden voraussichtlich im November dieses Jahres vorliegen.

In Phase B wird es dann konkreter, denn hier geht es um die Konzeption der Spielleitplanung.Dabei sind zu Beginn des Jahres 2014 in den einzelnen Ortsteilen Workshops geplant. Clemens Klikar und Peter Apel verstehen unter „Spielleitplanung“ mehr als nur Spielplätze mit der Standardmöblierung, bestehen aus Rutsche, Schaukel und Klettergerüst, zu errichten. Die beiden Planer sprechen lieber von Spielräumen, Bewegungsräumen oder Freizeitflächen und deuten damit an, dass auchdie Sport- und Erholungsbedürfnisse der mittleren und älteren Generation sowie naturnahe Raumelemente, wie etwa Wasserspielräume integriert werden können. Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Freizeitflächen entwickelt werden können, natürlich immer in Zusammenhang mit den Nutzern, den Anwohnern und der Finanzlage der Stadt. Den Bernauer Stadtpark finden Apel und Klikar allerdings jetzt schon richtig gut: „Ein echtes Pfund“, sind sich die beiden Planer einig.

Quelle: Stadt Bernau bei Berlin

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