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Burg: Eine Brücke ins Heute schlagen

Pressemeldung vom 20. Mai 2011, 16:25 Uhr

1. Spatenstich für frühmittelalterliche slawische Siedlung

Die Gemeinde Dissen-Striesow hat Großes vor. In den nächsten Jahren soll hinter Kirche und Heimatmuseum in Dissen die Siedlungsgeschichte unserer sorbischen/wendischen Vorfahren erlebbar erzählt werden.

Dissen-Striesow. Entstehen soll auf der über 4000 Quadratmeter großen Fläche die frühmittelalterliche slawische Siedlung „Stary lud – Das alte Volk“. Anstoß dazu gaben unter anderem die Mittelalterfeste, die einmal jährlich vom Heimatmuseum organisiert werden und auf ein großes Interesse stoßen. Sie bieten Interessierten bereits einen Einblick in das Leben vor 1000 Jahren.
Mit der frühmittelalterlichen slawischen Siedlung, die kein ganzes Dorf, sondern nur einen Siedlungsausschnitt abbilden soll, könnte diese Zeit dauerhaft erlebbar gemacht und eine Brücke ins Heute geschlagen werden.
Im ersten Bauabschnitt, der Ende Juni beginnt, erhält das Wirtschaftsgebäude auf dem Museumshof sanitäre Einrichtungen und die Museumsscheune, die als Eingangsbereich fungieren soll, wird mit Teeküche und öffentlichen Toiletten ausgestattet. Im Vorfeld des künftigen slawischen Dorfes wird ein Lagerhaus errichtet. Weiterhin entstehen Rettungsweg und ein Parkplatz auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der Döbbricker Straße 1.
Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 392.000 Euro. Aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) erhält die Gemeinde Dissen-Striesow eine Leader-Förderung über 247.393,30 Euro.
Im Jahr 2012 soll der 2. Bauabschnitt folgen, für den ebenfalls ein Fördermittelantrag gestellt wurde. Dann werden die ersten Grubenhäuser errichtet und die Außenanlagen gestaltet. Bei archäologischen Grabungen in der Spreeaue wurden solche Grubenhäuser nachgewiesen.
Nach und nach soll die Siedlung erweitert werden, wobei die alten Handwerkstechniken gleichzeitig anschaulich dargestellt werden. Für Leben in der gleichnamigen „Siedlung“ wird die Arbeitsgemeinschaft „Stary Lud“ (Altes Volk) sorgen. Die Mitglieder sind die „Bewohner“, die in ihrer Freizeit oder im Urlaub ihr „normales“ Leben gegen das mittelalterliche eintauschen. Auch Gasthandwerker aus anderen Freilichtmuseen werden eingeladen. Den Besuchern werden sie praktisch erlebbare Archäologie bieten und die Alltagskultur im slawischen Mittelalter aktiv vermitteln.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Burg (Spreewald)

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