Energiewechsel

Eisenhüttenstadt: Würdigung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement durch die Stadt Eisenhüttenstadt

Pressemeldung vom 13. Januar 2017, 11:44 Uhr

Soziales und kulturelles Engagement von Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters ist ein gesellschaftlicher Wachstumsbereich, geprägt von einem aktuellen Wandel. Ein neues Bewusstsein von Helfen und Engagement ist im Entstehen: Das traditionelle Ehrenamt wird um die Dimension freiwilliger Arbeit in Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen erweitert.

Von ehrenamtlichem Engagement lebt auch ein Großteil der in Eisenhüttenstadt wirkenden Vereine, Verbände und Einrichtungen; egal, ob sie eine soziale, sportliche oder kulturelle Ausrichtung haben. Das Internationale Jahr der Freiwilligen 2001 wurde daher auch in Eisenhüttenstadt zum Anlass genommen, eine Form von Anerkennung und Würdigung freiwilligen Bürgerengagements zu etablieren. Seitdem können alljährlich ortsansässige Vereine und Initiativen ihre aktivsten Mitstreiter und Mitstreiterinnen zur Auszeichnung vorschlagen. Ziel dieser Ehrung durch die Bürgermeisterin der Stadt ist, die große Bedeutung freiwilligen Engagements zu würdigen und den gesellschaftlichen Wert ehrenamtlicher Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dieser Tradition folgend wurde im Rahmen des Neujahrsempfanges am 14. Januar 2017 durch Bürgermeisterin Dagmar Püschel stellvertretend für viele aktive und engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter folgenden Personen durch Verleihung des Ehrenamt-Pins für ihr langjähriges und herausragendes ehrenamtliches Engagement Dank und Anerkennung ausgesprochen:

Frau Jutta Badorrek Frau Badorrek ist die Initiatorin, die mit Unterstützung der GEM im Jahr 2005 hier in Eisenhüttenstadt die Tafel aufgebaut hat. Bis heute managt sie die Lebensmittelausgabe und die Organisation der Tafel gemeinsam mit der GEM. Seit 2012 führt sie diese Arbeit im Ehrenamt fort und hat mit Herz, Verstand und Engagement maßgeblichen Anteil daran, dass die Tafel und die Kleiderkammer als soziales Angebot in unserer Stadt etabliert werden konnten.

Frau Bärbel Conrad Der Heimatverein Schönfließ kann seit 1998 bei der Organisation seiner erfolgreichen Heimatfeste auf Frau Conrad zählen. Vor allem die Sponsorenbetreuung liegt ihr am Herzen. Aber auch die Ortsgruppe „Lotte Lemke“ der Arbeiterwohlfahrt hat mit Frau Conrad eine engagierte Kassiererin, Seniorentänzerin und Kunstschaffende. Und nicht zuletzt baut auch der Verein Erneuerbare Energien e.V. auf sie als kompetentes Mitglied, das Veranstaltungen mit vorbereitet und die Finanzen verlässlich verwaltet.

Frau Christa Drews und Herr Rolf Drews Obwohl sie ihren Ruhestand genießen könnten, gründeten Christa und Rolf Drews mit Gleichgesinnten vor einigen Jahren den Verein „Fürstenberger Lesezeichen e.V.“. Seitdem bewahrten sie tausende Bücher davor, ihre Bestimmung zu verlieren oder in Vergessenheit zu geraten und bieten sie gegen einen kleinen Obolus an. Rolf Drews ist im Laden in der Königstraße der stille, unermüdliche Helfer im Hintergrund, während Christa Drews außerdem seit Jahren in einem Seniorenheim Geschichten vorliest oder auch einen Wochenrückblick mit der MOZ gibt.

Herr Paul Lüdemann Seit mehreren Jahren investiert Herr Lüdemann seine Zeit und Kraft in den Erhalt und die Erweiterung der Dirt-Bike-Strecken auf dem Gelände des Clubs Marchwitza. Egal ob schweißen, Rasen mähen, schrauben, harken – unzählige Arbeitsstunden hat er bereits am Parcour geleistet. Aber auch bei der Absicherung des Trainings oder bei Veranstaltungen oder Konzerten des Clubs ist er mit seinem Engagement und seiner guten Laube nicht mehr wegzudenken.

Frau Marianne Mielke Die EKO-Senioren der IG Metall können seit 25 Jahren auf das Engagement von Frau Mielke zurückgreifen. Seit 2015 hat sie zudem die komplette Leitung der Gruppe der EKO-Senioren übernommen und organisiert für sie Veranstaltungen, Busfahrten, Feiern oder auch Krankenbesuche. Sie ist jedoch nicht nur ein Ansprechpartner für die Belange der ausgeschiedenen MitarbeiterInnen von EKO und ArcelorMittal, sondern unterstützt auch beim jährlichen Seniorenschwimmfest der Stadt die Kampfrichterriege.

Herr Werner Niemack Schon mehr als 50 Jahre ist Werner Niemack Mitglied der BSG Stahl Eisenhüttenstadt. Dabei zeichnet er sich durch eine hohe Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit aus. Seit 40 Jahren engagiert er sich als Übungsleiter bzw. Sportfunktionär in den Sportarten Leichtathletik, Rollsport, Kegeln und im Seniorensport. Im Jahr 2010 übernahm er die Leitung der Abteilung Seniorenwandern und gehört zudem zu den Wanderleitern der jährlichen Seniorensternwanderung in Eisenhüttenstadt.

Frau Petra Sieber Die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums in der Kita „Pusteblume“ werden seit 10 Jahren von Frau Sieber unterstützt. Mehrmals wöchentlich nimmt sie sich Zeit für die Besucher, steht Eltern für Gespräche zur Verfügung, leiht ihnen ihr Ohr und zeigt Herz für deren Sorgen. Inzwischen ist sie für die Eltern zu einer selbstverständlichen Ansprechpartnerin geworden, ohne deren verlässlichem Engagement es nicht möglich wäre, die große Vielfalt der Angebote des Familienzentrums für Kinder und Eltern aufrecht zu halten.

Frau Petra Streckfus Regelmäßig und verlässlich engagiert sich Frau Streckfus nicht nur mit Kreativangeboten für Flüchtlingskinder, sondern auch bei der Vorbereitung und Durchführung des Café Arche in der evangelischen Friedensgemeinde als Ort der Begegnung zwischen Flüchtlingen und EisenhüttenstädterInnen. Dabei steht sie den Flüchtlingen für Fragen zur Verfügung und vermittelt in einfacher und respektvoller Weise Informationen, die das Zusammenleben zwischen EisenhüttenstädterInnen und Flüchtlingen erleichtern.

Frau Madlen Ullrich Zweimal wöchentlich unterstützt Frau Ullrich im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt eine gehbehinderte pflegebedürftige Seniorin. Von ihr und deren Ehemann wurde sie für eine Ehrung vorgeschlagen. Je nach Wunsch geht sie mir ihr spazieren oder einkaufen, man führt Gespräche oder spielt Gesellschaftsspiele. Aber auch in Krisensituationen spendet sie mit ungekünsteltem Optimismus und einem immer lächelnden und freundlichen Auftreten Trost und Zuversicht.

Quelle: Stadt Eisenhüttenstadt

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