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Finsterwalde: Abgeordnete wollen Stadthalle – Vergabe des ersten Leistungsschrittes beschlossen

Pressemeldung vom 8. Oktober 2013, 14:22 Uhr

Die Abgeordneten in Finsterwalde haben in ihrer Sitzung im September mit einem Mehrheitsbeschluss die Stadt Finsterwalde beauftragt, die Entwurfsplanung und die detaillierte Kostenberechnung für eine Kultur- und Veranstaltungshalle in Finsterwalde an das Architekturbüro Habermann zu vergeben. Im Rahmen der Stadtverordnetensitzung hat Architekt Jürgen Habermann den Abgeordneten wiederholt seinen Entwurf mit einer teilweise sehr detaillierten Kostenaufstellung präsentiert. Im Vergleich mit ähnlichen jüngst realisierten Objekten wie etwa der Stadthalle in Weißenfels, der Stadthalle in Nürtingen oder dem Kulturzentrum in Göppingen liegt der Habermann-Entwurf im guten Mittelfeld.
Das Thema Kostenkontrolle war für die Stadt Finsterwalde von Beginn an eine wichtige Komponente bei der Planung und dem Vergabeprozedere. Darum hat sich die Verwaltung bewusst für eine separate Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen entschieden. Erst wenn das Architekturbüro Habermann die Entwurfsplanung und die zu erwartenden Kosten konkretisiert hat, werden die Abgeordneten über den Bau des Objektes befinden.

Das Thema Stadthalle beschäftigt die Öffentlichkeit, die Abgeordneten und die Verwaltung schon seit Langem. Vorangegangen waren ein breite Diskussion in der Öffentlichkeit, mehrere Workshops mit Pro- und Kontradiskussionen sowie ein im Jahr 2011 initiierter Architektenwettbewerb. Daran nahmen 144 Bewerber teil. Fünf regionale Büros und zehn Büros aus anderen Regionen Deutschlands wurden für die Abgabe von Entwürfen ausgewählt bzw. unter notarieller Aufsicht ausgelost. Im September 2012 hat eine Fachjury, besetzt mit sieben Fachpreisrichtern aus dem Bundesgebiet und sechs Fachpreisrichtern aus Finsterwalde, drei Platzierungen und zwei Anerkennungen vergeben. Die Entwürfe waren zwischen September und Oktober 2012 öffentlich ausgestellt worden. Im Januar dieses Jahres begannen die Bietergespräche, in denen sich das zweitplatzierte Architekturbüro Habermann durchsetzte.

Der Entwurf
Der Entwurf des Architekten Habermann sieht einen behutsamen Umgang mit der historisch bedeutungsvollen Bausubstanz der alten Schaeferschen Tuchfabrik vor. So soll laut Planung ein großer Teil der architektonisch bemerkenswerten Sheddachhalle erhalten bleiben. Für eine bessere Wahrnehmung der Stadthalle von der Oscar-Kjellberg-Straße her, hat sich das Büro eine Besonderheit ausgedacht. In einem Kontor direkt an der Straße soll der alte Webstuhl, hinter Glas wirksam in Szene gesetzt, auf die Halle aufmerksam machen. Das Kontor dient gleichzeitig als Eingangsbereich. Der Kern des Entwurfs ist eine Halle für 600 Sitz- und 1000 Stehplätze, die bei Bedarf in drei kleine Veranstaltungsräume geteilt werden kann. Die Trennelemente ermöglichen eine gleichzeitige Nutzung der Räume. Für das Energiekonzept stehen die Stadtwerke bereit, eine Fernwärmenutzung zu ermöglichen. Gleichzeitig könnte auf dem Sheddach eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

Quelle: Stadtverwaltung Finsterwalde

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