Energiewechsel

Forst (Lausitz): „Katzenpfötchen“ aus Spremberg im Tagebau Jänschwalde

Pressemeldung vom 5. August 2015, 08:29 Uhr

Beim Besuch im Tagebau Jänschwalde informierte sich Dr. Klaus-Peter Schulze insbesondere über die Rekultivierungsmaßnahmen auf ehemaligen Kippenflächen. Viele seltene Pflanzenarten, auch einige die vom Aussterben bedroht sind, können auf den bereits rekultivierten Flächen bewundert werden.

Vattenfall-Vorstandsmitglied Klaus Aha ließ es sich nicht nehmen, den Bundestagsabgeordneten vor seiner Tagebaurundfahrt persönlich zu begrüßen und ihn über die aktuelle Situation des Unternehmens zu informieren. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass die Klimaziele in Deutschland nicht nur zu Lasten eines Energieträgers umgesetzt werden können und dass weiterhin eine stabile Energieversorgung und Wirtschaftlichkeit gesichert sein muss.

Während der anschließenden Rundfahrt durch den Tagebau informierte die zuständige Leiterin für Rekultivierung, Frau Uhlig-May, über die Maßnahmen des Unternehmens Vattenfall zur Rekultivierung ehemaliger Kippenflächen.

Einige dieser Flächen werden durch die Firma Nagola Re GmbH nach wissenschaftlichen Methoden rekultiviert. Geschäftsführerin Christina Grätz erläuterte dem Gast sehr anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten. Dazu gehört u.a. das Aufbringen von Mahdgut regionaler Wiesen oder von Oberbodenschichten aus Tagebaurandgebieten auf vorbereitete Kippenflächen. Auch Waldflächen entstehen auf diese Weise auf den trockenen Sandböden.

Das Ergebnis verblüffte auch den Bundestagsabgeordneten: „Ich hätte nicht gedacht, dass hier innerhalb kürzester Zeit ein solches Biotop entstehen kann.“ Auf eine sehr seltene Pflanze wies Christina Grätz mit besonderem Stolz hin – Katzenpfötchen – die es in der Region nur in Spremberg und jetzt im Tagebau Jänschwalde gibt und die prächtig gedeihen.
Die 2011 gegründete Firma Nagola Re, die für ihre hervorragende Arbeit 2014 mit dem Zukunftspreis Brandenburg und dem Lausitzer Existenzgründerpreis ausgezeichnet wurde, hat sich die Renaturierung großer zusammenhängender Flächen mit standorttypischen einheimischen Pflanzen zum Ziel gesetzt und bereits viele Aufträge im Land Brandenburg realisiert. Die Produktion und der Handel mit Saatgut von Wildpflanzen ist ein weiteres Standbein der Firma.

Dr. Schulze zeigte sich sehr begeistert vom großen Engagement der noch jungen Firma und ihrer Geschäftsführerin Frau Grätz, die mit vielen innovativen Ideen dafür sorgt, dass auf den ehemals „toten“ Flächen schnell wieder Leben entsteht.

Quelle: Forst (Lausitz)

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