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Forst (Lausitz): Kriminalität in der Grenzregion – wie kann ich mich schützen?

Pressemeldung vom 16. September 2016, 11:46 Uhr

Einbrüche und Diebstähle haben in der Region um Forst in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Verunsicherung unter der Bevölkerung ist groß. Was kann ich dagegen tun? Diese Frage diskutierte der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze gemeinsam mit Vertretern der Polizei, der Stadtverwaltung und Sicherheitsfirmen auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 13. September 2016 in Forst.

Dr. Schulze stellt klar, dass der Staat grundsätzlich für die Sicherheit der Bürger verantwortlich ist. Zusätzlich kann jeder Bürger etwas für seine persönliche Sicherheit tun. Die Kürzungen bei der Polizei in den vergangenen Jahren haben das Problem verschärft. Dieser Fehler wird jetzt durch Aufstockungen bei der Bundespolizei und besserer Ausstattung behoben. In Brandenburg werden ebenfalls wieder mehr Landespolizisten eingestellt. Der Revierleiter der Polizei Forst, Herr Fahrenkrug, informiert, dass auch Bereitschaftspolizei und Zivilkräfte stärker aktiviert werden. Die Ausbildung neuer Polizisten muss weiter forciert werden, ist man sich einig.

Die anschließende Diskussion zeigt, wie schlecht das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Grenzregion ist. Diebstähle und Einbrüche verunsichern die Menschen. Der immer wiederkehrende Diebstahl landwirtschaftlicher Geräte, die über die polnische Grenze gebracht werden, ist für die Firmen der Region existenzgefährdend. Hier hat die verbesserte Zusammenarbeit deutscher und polnischer Polizei erste kleinere Erfolge gezeigt.

Um die persönliche Sicherheit für Wohnungen oder Häuser zu erhöhen, kann die Präventivberatung vor Ort durch die Polizei genutzt werden. Diese kostenfreie Beratung kann jeder Bürger bei der Polizei beantragen, erläutert Polizist Olaf Schulze, zuständig für Prävention bei der Polizei Dahme-Spreewald. Auch kleinere Maßnahmen, wie Jalousien an den Fenstern oder gekürzte Hecken zum besseren Einblick auf das Grundstück, sind hilfreich. Zusätzlich können durch erhöhte Aufmerksamkeit und Austausch mit den Nachbarn Straftaten verhindert werden.

„Die bestens gesicherten Fenster im unteren Bereich des Hauses nützen aber nichts, wenn die lange Leiter im offenen Schuppen für den Einbruch im oberen Teil des Hauses genutzt werden kann“, weist Revierleiter Fahrenkrug auf Unachtsamkeiten hin. Jede Straftat sollte angezeigt werden, das hilft bei der Strafverfolgung und bei der Statistik der Straftaten.

Sicherheitssysteme, wie Kameras werden stärker nachgefragt, informiert Frank Storm von der Sicherheitsfirma CNS. In diesem Bereich gibt es viele neue, bezahlbare Entwicklungen, die individuell auf die Kunden angepasst werden. Die Firma CNS bietet auch Sicherheitsseminare mit praktischen Tipps an.

Einig ist man sich, dass der vorhandene Gesetzrahmen auch bei Straftaten wie Diebstahl oder Einbruch konsequent angewendet werden muss, um eine abschreckende Wirkung zu erreichen.

Quelle: Forst (Lausitz)

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