Energiewechsel

Hohen Neuendorf: Deutsche Flugsicherung beziffert zu erwartende Belastungen – „erfreuliche Eingrenzung“ sagt der Bürgermeister

Pressemeldung vom 18. August 2011, 10:11 Uhr

Stadt Hohen Neuendorf Mit 90 bis maximal 130 Überflügen pro Tag in der letzten Ausbaustufe des Flughafens Schönefeld müssen die Hohen Neuendorfer auf der Transitionsstrecke rechnen, teilt die Deutsche Flugsicherung in einem Antwortschreiben an die Stadtverwaltung jetzt mit – vorbehaltlich allerdings der endgültigen Entscheidung über die Flugrouten durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung im Frühsommer nächsten Jahres. Nach derzeitigem Kenntnisstand werde der Anflug auf den neuen Flughafen und damit der Überflug Hohen Neuendorfs bei Westwind, also zu etwa 2/3 des Jahres der Fall sein. Dabei werde eine Flughöhe zwischen 2.500 bis 3.000 Meter eingehalten. Die Hauptverkehrszeiten würden nach gegenwärtigen Prognosen des Flughafenbetreibers in den frühen Morgenstunden, mittags und am frühen Abend liegen.
Ohne dies zu untersetzen, geht die DFS davon aus, dass Hohen Neuendorf nicht von Schadstoffemissionen belastet werden wird. Hinsichtlich Schallemission legt sich die Flugsicherung nicht auf eine konkrete Aussage fest, da hier viele Einflussfaktoren wirkten, beispielsweise das Fluggerät, Wetterlage oder Bebauung. Gemeinhin gilt aber eine Überflughöhe über 2.000 Metern als nicht belastend. Die gegenwärtig im Anflug auf Tegel über Hohen Neuendorf fliegenden Maschinen fliegen deutlich unterhalb 2.000 Metern.
„Wir werten diese Angaben erst einmal als erfreuliche Eingrenzung“, ordnete Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung das Schreiben ein, „wenngleich einige Fragen unkonkret beantwortet bleiben und Informationen fehlen“. Gleichwohl steht die Verwaltung mit dem Landkreis in Fragen der künftigen Luftraumnutzung über Hohen Neuendorf und dem Kreis in engem Austausch bis endgültig Klarheit besteht. Gemeinsam wird man weiterhin im Schulterschluss für die Eingrenzung der Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Der Bürgermeister hat auch künftig die mögliche steigende Gesamtlärmbelastung durch zunehmenden Individual- und Güterverkehr auf Straße und Schiene im Auge respektive im Ohr. „Wir werden uns weiterhin mit Bund und Land für eine gezielte, verzahnte und bürgerfreundliche Verkehrsentwicklungsplanung einsetzen“, sagte er im Hinblick auf aktuelle Verhandlungen mit dem Land u.a. bezüglich der geplanten Tank- und Rastanlage in Bergfelde und den Ausbau der BAB A 10.
In diesem Zusammenhang verwies der Bürgermeister darauf, dass der Verkehrsentwicklungsplan und der Landschaftsplan für die Stadt Hohen Neuendorf gegenwärtig in der Bürgerbeteiligung sind. Hier wünscht sich die Verwaltung viele Rückmeldungen, welche Planungen gewollt, überholt oder korrekturbedürftig sind. Einsehen kann man die Unterlagen zu den Öffnungszeiten der Verwaltung im Bauamt, Oranienburger Straße 44, Hohen Neuendorf oder im Internet unter www.buergerplaene.de sowie über die Homepage der Stadt (www.hohen-neuendorf.de). In allen Stadtteilen werden Diskussionsrunden zu gezielten lokalen Fragestellungen stattfinden. Die Termine finden sich auf den genannten Internetseiten und werden über die Medien angekündigt.

Quelle: Stadtverwaltung Hohen Neuendorf

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