Energiewechsel

Königs Wusterhausen: Rathausneubau in Königs Wusterhausen – Genehmigungsverfahren kann demnächst eingeleitet werden

Pressemeldung vom 8. November 2011, 16:39 Uhr

Es geht voran mit dem Erweiterungsbau des Rathauses auf dem Grundstück Schlossstraße 4. Die Vor- und die Entwurfsplanung sind abgeschlossen, so dass die Baugenehmigungsunterlagen Anfang im November 2011 beim Bauordnungsamt Dahme-Spreewald eingereicht werden können.

Da sich der bauliche und sicherheitstechnische Zustand des Verwaltungsgebäudes in der Karl-Marx-Straße 23 drastisch verschlechtert hat, beschloss die Stadtverordnetenversammlung im Juli letzen Jahres einen Neubau auf dem Nachbargrundstück des bestehenden Hauses I in der Schlossstraße. Eine Arbeitsgemeinschaft bereitete gemeinsam mit dem Büro STA² die Planungen vor. Dieser Rathaus-AG gehörten jeweils ein Vertreter der vier Fraktionen SPD, CDU, Die Linke und Bürgerbündnis / Unabhängige Frauenliste an, außerdem der Bürgermeister und die Fachbereichsleiter der Fachbereiche Finanzen, Zentrale Dienste sowie Bauen und Gebäudeservice.

Wenn der neue Rathausbau steht, wird das Verwaltungsgebäude in der Karl-Marx-Straße aufgegeben und die dort ansässigen Fachbereiche ziehen in das neue Gebäude in der Schlossstrasse um. Dort werden die repräsentativen und öffentlichen Räume wie der Sitzungssaal, das Trauzimmer, der Bürgerservice sowie das Büro, das Sekretariat und der Beratungsraum des Bürgermeisters angesiedelt. Im Souterrain ist zukünftig das zentrale Archiv der Stadt Königs Wusterhausen untergebracht. Über einen Verbindungsgang wird der Neubau in der Schlossstraße mit dem dortigen Altbau verbunden, in dem sich dann ausschließlich Büroräume befinden werden.

Der Entwurf
Der Neubau des Rathauses in Königs Wusterhausen, entworfen von den Architekten Numrich Albrecht Klumpp aus Berlin, positioniert sich im Stadtraum selbstbewusst ohne in seiner Gestaltung die Umgebung übertrumpfen zu wollen.

Die gewählte Architektursprache lässt den Baukörper als neuen Stadtbaustein erkennen. Dieser nimmt sich gegenüber dem Schloss zurück und bildet mit dem Bestandsgebäude und dem Vorplatz wie selbstverständlich ein Ensemble, über das der Neubau erschlossen wird.
Der Abstand zum Bestandsgebäude nimmt Rücksicht auf die historische Sichtachse zum ehemaligen Amtsgarten.

Geschickt geknickt
Der Baukörper ist mäanderförmig und konisch ausgebildet. Der Grundriss gibt eine Gliederung in zwei Bereiche vor. Zur Schlossstraße sind die repräsentativen Räume, wie der Sitzungssaal und die Räume des Bürgermeisters angeordnet. Die anderen Büroräume liegen im hinteren Bereich abseits der Straße. Im Knotenpunkt findet sich der Eingangsbereich mit dem offenen Foyer.

Präsentieren ohne zu repräsentieren
Der Sitzungssaal ist das Herzstück des Rathausneubaus. Er orientiert sich in seiner Breite zur Schlossstraße und damit hin zu den Bürgern. Gleichzeitig ist er in die Gebäudefigur integriert. Er soll wichtig sein, ohne sich zu wichtig zu nehmen. Der Ausblick wurde bewusst auf das Schloss hin ausgerichtet, das weiterhin das markanteste Gebäude der Stadt bleiben soll, auch wenn die wichtigen Entscheidungen der Stadt im Sitzungssaal getroffen werden.
Das Trauzimmer erhält eine Terrasse zum halboffenen Innenhof und bietet für die Trauungszeremonie einen würdigen Rahmen.

Energiekonzept
Es wurde ein Energiekonzept entwickelt, das durch innovative Technologien auf die Minderung von Betriebskosten abzielt. Die aktuellen Anforderungen der EnEV 2009 werden um 25 % unterschritten. Die hoch gedämmte Gebäudehülle bildet das Grundgerüst. Alle Aufenthaltsräume werden maschinell be- und entlüftet. Mittels einer Wärmerückgewinnung wird die Transmission deutlich gemindert. Mit dem Einsatz von technischen Neuerungen, wie etwa dimmbaren LED-Leuchten, die tageslichtabhängig die Beleuchtung des Hauses steuern, können die Energiekosten erheblich gesenkt werden.

Eckdaten
Bruttogeschoßfläche: 2400 qm.

Nutzflächen: Sitzungssaal 190 qm, Archiv 230 qm, Servicebereich 150 qm, Büros 600 qm
Bauzeit: Baubeginn im April 2012, Fertigstellung im September 2013 geplant
Baukosten: liegen mit der derzeitigen Planung im vorgesehenen Kostenrahmen.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Königs Wusterhausen

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