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Luckenwalde: Ausstellung Istanbul – Einblicke ab 21. Januar 2017 in der Neuen Galerie

Pressemeldung vom 19. Januar 2017, 16:26 Uhr

Mehrere Künstlerinnen und Künstler bekamen 2015 ein Stipendium des Landes Brandenburg in Istanbul. Vier davon, Angela Fensch, Gisela Gräning, Beret Hamann und Gunter Schöne stellen ihre dort bzw. danach entstandenen Arbeiten nun in der NEUEN GALERIE des Landkreises Teltow-Fläming in Wünsdorf aus.

Istanbul Einsichten haben sie Ausstellung genannt, die von Beret Hamann kuratiert wurde.

Eines ihrer fotografischen Stadtporträts zeigt Istanbul in der Abendsonne. Im Vordergrund die die Kuppeln der Süleyman-Moschee, dahinter im Dunst die Silhouette der Großstadt mit 17 Millionen Einwohnern an der Schnittstelle Europas zu Asien. Die rasant wachsende Stadt war eines ihrer Themen, die Menschen darin ein weiteres. Interviews mit türkischen Frauen, die sie machte, dokumentieren den bereits 2015 zu spürenden Wandel von einer einst weltoffenen Großstadt zu einem autoritären System. Die Interviews gehen der Frage nach dem Leben der Frauen in Istanbul nach. Sie berichten von ihrer Kindheit, wie sie groß geworden sind, ob sie religiös sind oder nicht und was damit verbunden ist und wie sie ihr Leben „zwischen den Welten“ einrichten.

Der Bildhauer Gunter Schöne nahm Fundstücke aus der Stadt mit nach Hause in sein Atelier und verarbeitete sie dort zu Geschichten erzählenden Assemblagen. Mit seinen Istanbuler Arbeiten hat er sich speziell den orientalischen Märchen gewidmet und sie mit der Gegenwart verbunden.

Für Gisela Gräning begann die Arbeit mit Zeitungsartikeln über verfallene, abrissreife Häuser in Istanbul. In ihren Bildern verfremdet sie Fotografien verlassener Gebäude, die sie auf ihren Spaziergängen durch alte Stadtteile entdeckte. Interessante Gespräche mit Zufallsbekanntschaften ergänzten das Gesehene. Der Titel ihrer Arbeit „Mosaiknachbarschaft“ stammt von einer Bewohnerin, die bedauert, dass mit Vertreibung, Abriss und Leerstand ein buntes Neben- und Miteinander verloren gegangen ist.

Die 15 ausgestellten „Menschenbilder“ der Fotografin Angela Fensch stammen aus der Porträtserie, die während ihres Aufenthaltes in Istanbul entstand. Ihr ging es darum das große Spektrum von Personen zu schildern, die ihr in der Stadt begegneten. Dazu gehörten Frauen mit und ohne Kopftuch, Männer, Jugendliche, Kinder vielfältigster Religionen und Weltanschauungen – weltoffene, neugierige Menschen, die eine große Würde ausstrahlten.

Die Ausstellung zeigt vier Arbeitsweisen und Sichten auf andere Menschen und ihre Kultur.

Eröffnet wird sie am Samstag, dem 21. Januar, um 15 Uhr mit einer einführenden Rede von Dr. Angelika Euchner und türkisch-kurdischen Klängen von Dimokrat Taha und seiner Musikgruppe.

Die Galerie befindet sich in Wünsdorf-Waldstadt in der Gutenberg Str. 4 und hat Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Ausstellung geht bis zum 5. März.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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