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Oberspreewald-Lausitz: „ABC“- Einsatz in Lauchhammer – Praktikantin der Kreisverwaltung berichtet über Übung bei der Entsorgungszentrum GmbH Lauchhammer

Pressemeldung vom 12. Oktober 2015, 11:05 Uhr

Am Samstag (10. Oktober 2015) probte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lauchhammer gemeinsam mit der Gefahrstoffeinheit des Landkreises Oberspreewald-Lausitz im Entsorgungszentrum Lauchhammer den ABC-Ernstfall. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren einschließlich ABC-Waffen. Von der Übung berichtet Stephanie Scholz, ehemalige Praktikantin im Sachgebiet Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung, die während ihres Einsatzes selbst tatkräftig an der Organisation der Übung durch den Fachbereich mitgewirkt hatte:

„Während der Übung in Lauchhammer sollten neben der gemeinsamen Zusammenarbeit insbesondere auch das Ausrüsten und Arbeiten mit dem Chemikalienschutzanzug sowie die abschließende Dekontamination von Einsatzkräften trainiert werden. Ausgangslage für die Übung war ein leckgeschlagener Gefahrgutbehälter, welcher eine gefährliche Flüssigkeit beinhaltete. Die anrückenden Kräfte aus Lauchhammer, Kostebrau und Grünewalde sahen sich vor Ort mit der Aufgabe konfrontiert, den Behälter auf Austrittsstellen hin zu überprüfen, abzudichten und den gefährlichen Stoff abzupumpen. Dies alles erfolgte zur Sicherheit der Einsatzkräfte unter Einhalten eines entsprechenden Abstandes beziehungsweise unter Anlegen entsprechender Schutzkleidung, wie etwa Chemikalien-Schutzanzügen.

Das Vorgehen der Einsatzkräfte folgt stets einem festen Schema, das als „GAMS“ bekannt ist. Die jeweiligen Buchstaben stehen dabei für die aufeinander folgenden Schritte Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung durchführen und Spezialkräfte anfordern. Entsprechend dieser Vorgabe wurde auch der ABC-Übungseinsatz durchgeführt.

Direkt nach dem Erkennen des Gefahrgutaustrittes wurde der Gefahrenbereich festgelegt, damit weder Zivilpersonen noch Einsatzkräfte in den Wirkungsbereich eines vermeintlichen Gefahrstoffes gelangen und dadurch versehentlich Schaden erlangen. Nach dem Absperren wurde die Einsatzstelle näher erkundet. Dabei wurde erkannt, dass das Hinzuziehen von Spezialkräften notwendig ist. Die Anforderung von Spezialkräften bezog sich in diesem Übungsszenario auf die Gefahrstoffeinheit des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, die unter anderem mit einem Gerätewagen-Gefahrgut, einem Gerätewagen-Dekontamination sowie einem Erkunder ausgestattet ist.

Für die Ersteinsatzkräfte war nach kurzer Zeit die sogenannte „Dekon-Strecke“ zur Säuberung aufgebaut. Nach dem Anlegen der Chemikalienschutzanzüge konnten weitere Trupps mit Hilfe von Prüfröhrchen den Gefahrstoff ermitteln. Nach der Feststellung der vermeintlich gefährlichen Flüssigkeit wurde der leckgeschlagene Behälter in ein Bergefass umgelagert und der Gefahrstoff umgepumpt, womit ein weiterer Gefahrstoffaustritt verhindert werden konnte.

Nach erfolgreicher Arbeit und Dekontamination wurde die Übung beendet. Zum Abschluss des knapp 7-stündigen Einsatzes freuten sich die Einsatzkräfte über einen Imbiss und Getränke. Geplant und ausgewertet wurde die Übungslage durch den Bereich Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung OSL. Die Vertreter der Verwaltung richteten zum Abschluss des Nachmittags ein Dankeschön an die Entsorgungszentrum GmbH Lauchhammer und die Übungsteilnehmer.“

Quelle: Landkreis Oberspreewald-Lausitz

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