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Oberspreewald-Lausitz: Ambrosia-Erfahrungsaustausch in der Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz

Pressemeldung vom 24. August 2011, 11:10 Uhr

Ziel: gemeinsames Vorgehen gegen Ambrosia

Zu einem Ambrosia-Erfahrungsaustausch lud jüngst wie in der Öffentlichkeit angekündigt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz die örtlichen Ordnungsbehörden in die Kreisverwaltung nach Senftenberg ein. Ziel war es, über die Ambrosia-Pflanze zu informieren, zu sensibilisieren und zu erfahren, wie die Kommunen des Landkreises bisher mit dieser Thematik umgehen. „Der Landkreis möchte seine Kommunen sprichwörtlich nicht im Regen stehen lassen, sondern vermitteln und Unterstützung geben, soweit dies möglich ist.“ betont die Erste Beigeordnete Grit Klug, die die Beratung im Auftrag des Landrates leitete.
Regine Baeker vom Brandenburger Arbeitskreis Ambrosia erläuterte unter anderem Details zur Pflanze wie beispielsweise Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale zur Beifuß-Pflanze, Lebenszeit und Keimfähigkeit der Samen. Außerdem wies sie auf den so genannten Ambrosia-Atlas im Internet unter http://ambrosia.met.fu-berlin.de/ambrosia/funde_anzeigen.php hin, in dem sich die verschiedenen Fundmeldungen widerspiegeln.

Einen Erfahrungsbericht einer besonders betroffenen Stadt lieferte der Bürgermeister von Drebkau, Dietmar Horke. Neben Cottbus ist Drebkau einer der Standorte, an denen mittels einer Pollenfalle tagesaktuell der Ambrosia-Pollenflug gemessen wird.
Dietmar Horke schilderte Probleme im Zusammenhang mit der Ambrosia-Pflanze. So ist die Entsorgung der hochallergenen Unkrautpflanze einerseits kompliziert, weil sie Arbeitskräfte bindet, andererseits ist die wirksame Entsorgung mittels Verbrennung sehr kostenintensiv. Die Vertreter der bisher von Ambrosia betroffenen Kommunen im Landkreis bekräftigten diese Probleme. Eine günstigere Alternativlösung zur Beseitigung von Ambrosia zeigte Ferry Richter von der Unteren Naturschutzbehörde auf. „Das Wichtigste im Kampf gegen Ambrosia ist die Verhinderung der Samenbildung, um so eine Ausbreitung zu verhindern. Deshalb sollte die Pflanze vor der Samenbildung etwa Ende Juni abgemäht werden. Wird diese Mahd anschließend in einem Abstand von sechs bis acht Wochen wiederholt, stirbt die einjährige Pflanze bei Frost ab. Dies spart die teure Entsorgung.“, so Ferry Richter.

Drebkaus Bürgermeister Horke betonte weiterhin das für Behörden problematische Vorkommen der Pflanze auf Privat- und Landwirtschaftsflächen, denn die Eigentümer können bisher nur im Interesse der Gesundheit um die Beseitigung gebeten werden. „Aus diesem Grund ist die Aufklärung und Sensibilisierung in der Öffentlichkeit wichtig.“, bekräftigt Horke.
Regine Baeker bestätigte die Äußerungen von Dietmar Horke und Ferry Richter und sagte, dass man gute Chancen im Kampf gegen Ambrosia hätte, wenn die Pflanze im ersten Jahr erkannt und beseitigt würde. Deshalb plädiert auch sie für eine verstärkte öffentliche Information.

Den Erfahrungsaustausch zusammenfassend appellierte die Beigeordnete Grit Klug an die Verantwortung aller Flächeneigentümer im Kampf gegen Ambrosia. Zwar erschweren nicht vorhandene gesetzliche Grundlagen den Umgang mit der Pflanze, dennoch sollte gegenseitige Unterstützung und Hilfe geleistet werden, wo sie möglich ist. Man verständigte sich darauf, bei den Städten und Ämtern des Landkreises OSL jeweils einen Ansprechpartner für Bürgerfragen und Fundmeldungen zu benennen und diese in den Amtsblättern zu veröffentlichen. In der Kreisverwaltung steht Jürgen Jentsch von der Unteren Naturschutzbehörde für Fragen und als Ansprechpartner für die Kommunen zur Verfügung. Darüber hinaus sind auch in Kürze Informationen zu Ambrosia auf der Homepage des Landkreises OSL unter www.osl-online.de<http://www.osl-online.de> zu finden.

Quelle: Landkreis Oberspreewald-Lausitz

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