Energiewechsel

Oranienburg: 200. Bombe seit der Wende unschädlich gemacht

Pressemeldung vom 15. Dezember 2016, 12:29 Uhr

Entschärfung geglückt: Die 250-Kilogramm-Bombe amerikanischer Bauart mit chemischem Langzeitzünder in der Lehnitzstraße 73 konnte heute unschädlich gemacht werden. Um 15:15 Uhr ertönte wie geplant die Sirene – das Zeichen, dass der Sperrkreis aufgehoben wird. Die rund 9 500 Anwohner konnten zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

Um 10:53 Uhr war der Sperrkreis zuvor geräumt worden und die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) konnten mit ihrer Arbeit beginnen. „Es lief reibungslos. Das Team funktionierte wie ein Uhrwerk. Der Sperrkreis wurde rechtzeitig freigegeben. Alles lief insgesamt unproblematisch, allerdings war der Zünder noch scharf – also durchaus noch gefährlich“, berichtet Truppführer André Müller im Nachgang. Seit den frühen Morgenstunden war sein fünf Mann starkes Team vor Ort, unterstützt von der Oranienburger Entschärfungsfirma Lutomsky.

Der stellvertretende Bürgermeister Frank Oltersdorf bedankte sich von Herzen für die lebensgefährliche Arbeit bei den Experten des KMBD: „Danke, dass sie unsere Stadt wieder ein Stück sicherer gemacht haben.“ Zu dieser besonderen Entschärfung hatte sich auch die Firma Takeda mit einem kleinen Empfang bei den Kampfmittelbeseitigern bedankt. Diese konnten sich so bereits vor Ort stärken. Von der Stadt erhielten sie als kleine Anerkennung eine Urkunde, eine Medaille und eine Oranienburger Spezialität. Insgesamt waren 300 Helferinnen und Helfer vor Ort – u.a. Feuerwehr, Polizei und Mitarbeiter des Stadthofs sowie des Katastrophenschutzes. Von der Evakuierung waren u. a. das Krankenhaus und ein Seniorenheim betroffen, zahlreiche Einrichtungen blieben geschlossen.

Quelle: Stadt Oranienburg

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