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Oranienburg: 34 Bewerbungen für den Franz-Bobzien-Preis 2016

Pressemeldung vom 16. Dezember 2015, 10:37 Uhr

Beeindruckende 34 Bewerbungen sind bis zum Bewerbungsschluss am 30. November für den Franz-Bobzien-Preis 2016 im Büro des Oranienburger Bürgermeisters eingegangen. Damit beteiligten sich wieder mehr Initiativen und Vereine am Wettbewerbsaufruf als 2014, damals gab es 29 Bewerbungen.
Die Vielfalt der Bewerber erstreckt sich von Schulen über Initiativen und Vereine bis hin zu Einzelprojekten. Die eingereichten Projekte stellen eine bunte Palette an Aktivitäten dar: Sie reichen von Schülerarbeiten, Begegnungsprojekten, Ideenwerkstätten, Workcamps und Ausstellungen bis hin zu aufwändigen Theaterprojekten.
Die zahlreichen – zum Teil sehr umfangreichen – Bewerbungsunterlagen werden ab jetzt im Detail gesichtet und auf formale Zulässigkeit geprüft. Im Februar tritt dann die Jury zusammen, um den Preisträger sowie die Zweit- und Drittplatzierten zu bestimmen. Zur Jury gehören neben Vertretern der Stadt Oranienburg und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten unter anderem Medienvertreter, der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Verliehen wird der Franz-Bobzien-Preis am 15. April 2016 anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Zudem wird der Preis vom Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg, der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, dem Berliner Ratschlag für Demokratie, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB), dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Tagesspiegel als Medienpartner unterstützt.
Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke: „Ich freue mich über die vielen Bewerbungen für unseren Preis und bedanke mich bei den Partnern des Preises, die in ihren Medien und auf ihren Internetseiten für eine Teilnahme am Wettbewerb geworben haben. Es ist beeindruckend, wie viele unterschiedliche Projekte wir nun zur Auswahl haben und wie jedes sich auf seine eigene, oft sehr kreative Art und Weise sich für Toleranz, Respekt und demokratische Mitbestimmung engagiert. Gerade der Einsatz und die Motivation junger Menschen sind in einer Zeit, in der Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus wieder vermehrt Zuspruch in der Bevölkerung finden, überlebenswichtig für die Demokratie in unserer Gesellschaft. Die Jury wird keine leichte Arbeit haben!“
Der Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, Prof. Dr. Günter Morsch, ergänzt: „Ich freue mich über die zahlreichen und vielfältigen Bewerbungen um den Franz-Bobzien-Preis 2016, mit dem wir nicht zuletzt für ein kritisches Geschichtsbewusstsein werben wollen. Dieses sollte fester Bestandteil einer demokratischen, toleranten und weltoffenen Gesellschaft sein, die es gerade in Zeiten zunehmender Konflikte und Ängste zu stärken gilt. Schon jetzt kann man sagen, dass alle Bewerbungen dazu einen wichtigen Beitrag leisten, und es wird schwer sein, aus diesem Kreis einen Preisträger zu küren.“

Quelle: Stadt Oranienburg

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