Energiewechsel

Oranienburg: Aufruf zur Hilfe nach Bombensprengung in Lehnitz

Pressemeldung vom 25. November 2013, 10:33 Uhr

„Oranienburger helfen Oranienburgern“

Bei der Sprengung eines 500-Kilogramm-Bombenblindgängers in Oranienburg-Lehnitz ist es gestern zu teilweise schweren Schäden an umliegenden Gebäuden gekommen. Insbesondere ein direkt an der Sprengstelle gelegenes bewohntes Haus kann nur noch abgerissen werden.
Besteht keine entsprechende Versicherung, so bleiben die Eigentümer in solchen Fällen erfahrungsgemäß auf den Kosten sitzen, falls nicht – wie es in der Vergangenheit oft der Fall war – das Land Brandenburg finanzielle Hilfe leistet. Doch selbst wenn eine Unterstützung erfolgt, deckt sie nicht den ganzen Schaden ab und ein großer Teil der finanziellen Belastung hat der Hauseigentümer allein zu tragen.

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke ruft deshalb alle Oranienburgerinnen und Oranienburger zu gelebter Solidarität auf:

„Wenn wir Oranienburger füreinander einstehen, kann den von der Sprengung der Bombe geschädigten Menschen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Ob in Form einer Geldspende oder mit sachlicher Unterstützung, jede Hilfe ist willkommen! Ich bitte Sie herzlich darum, nicht Ihre Augen vor dieser Tragödie in unserer Stadt zu verschließen und unmittelbar Hilfe zu leisten.

Die Suche nach Bombenblindgängern aus dem zweiten Weltkrieg wird uns leider noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, in Atem halten und umso mehr Zeit ins Land geht, desto häufiger werden Sprengungen zur Beseitigung notwendig sein. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann die nächsten Schäden zu beklagen sind. Deshalb fordere ich neben der heute begonnenen Spendenaktion das Brandenburger Innenministerium auf, die bisher geltende Praxis der Kostenübernahme für Schäden nach Bombensprengungen weiterhin aufrechtzuhalten. Ein entsprechendes Schreiben an Innenminister Ralf Holzschuher ist auf dem Weg!“

Für die Opfer der Bombensprengung in Oranienburg-Lehnitz wurde folgendes Spendenkonto bei der Stadt Oranienburg eingerichtet:

MBS Potsdam
Konto-Nr.: 3740 923 627
Bankleitzahl: 160 500 00
oder
IBAN: DE58 1605 0000 3740 9236 27
BIC: WELADED1PMB

Als Verwendungszweck bitte angeben:
122030-37910400
„Oranienburger helfen Oranienburgern“

Der Bedarf an Sachspenden von Baumaterial, Mobiliar bis hin zu technischen Geräten, die ebenfalls herzlich willkommen sind, wird gegenwärtig ermittelt. Entsprechende Angebote nimmt gerne die Leiterin des städtischen Bürgeramtes, Frau Christina Paetke, unter der Telefonnummer 03301-600-630 oder per E-Mail an paetke@oranienburg.de entgegen.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass notwendige Baumaßnahmen und eine kurzfristige Wohnungseinrichtung unter anderem wegen der noch nicht abgeschlossenen Kampfmittelsuche im Bereich „Alter Hafen“ kurzfristig nicht möglich sind. Die gespendeten Gegenstände müssten zunächst bei den Spendern verbleiben, bis die Möglichkeit zur Verwendung gegeben ist, um unnötige Transporte und Zwischenlagerungen zu vermeiden. Alle angebotenen Sachspenden würden durch unser Bürgeramt hinsichtlich ihrer Eignung geprüft und registriert, um sie dann im Bedarfsfall an Bedürftige zu vermitteln.

Quelle: Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung der Stadt Oranienburg

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