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Oranienburg: Dr. Dietmar Woidke überreicht den Franz-Bobzien-Preis 2016

Pressemeldung vom 13. April 2016, 10:44 Uhr

Anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen wird am Freitag, 15.04.2016 um 18 Uhr in der Orangerie im Schlosspark Oranienburg der „Franz-Bobzien-Preis“ (ehemals „Oranienburger Toleranzpreis“) zum vierten Mal verliehen. Der Preis war in Brandenburg und in Berlin ausgeschrieben und richtet sich an Projekte, die zur historisch-politischen Bildung und Demokratieentwicklung beitragen. Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, wird die mit 3 000 Euro dotierte Auszeichnung überreichen.

Ende Februar hat die zehnköpfige Jury, der unter anderem Vertreter von Verwaltung, Gedenkstätte, Medien, Politik und Gewerkschaft angehören, in ihrer Sitzung das Projekt „Gegen das VERGESSEN! generationsübergreifend. ehrenamtlich. beständig.“ der Kolpingjugend im Diözesanverband Berlin aus Berlin-Kreuzberg zum Gewinner des diesjährigen Franz-Bobzien-Preis gekürt. Im Rahmen des Projektes finden seit 20 Jahren alljährlich zwei bis drei Workcamps in der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück statt, hier engagieren sich Menschen verschiedener Generationen durch Kolping ehrenamtlich. Am authentischen Ort lernen die beteiligten Jugendlichen die Geschichte des KZ Ravensbrück kennen und setzen sich für den Erhalt und die Pflege der Gedenkstätte ein. Vor allem werden sie für das Thema Nationalsozialismus und der damit verbundenen Verantwortung sensibilisiert.

Wie auch 2014 werden neben dem ersten Preis wieder ein zweiter und dritter Platz vergeben: Mit dem zweiten Platz wird die evangelische Grundschule Tröbitz für ihr Projekt „Der verlorene Zug“, eine interaktive Schulausstellung, ausgezeichnet. Der dritte Platz geht an das event-theater e.V. (gemeinnütziger Verein) für ihr Theaterprojekt „Der Widerstand der kleinen Leute – Der Lebensweg des Max Timmel (1882-1944)“. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten einen Gutschein vom Deutschen Jugendherbergsverband für einen Aufenthalt in der internationalen Jugendbegegnungsstätte „Haus Szczypiorski“.

Insgesamt 34 Bewerbungen für den Franz-Bobzien-Preis 2016 fanden bis zum Bewerbungsschluss am 30.11.2015 ihren Weg in das Büro des Oranienburger Bürgermeisters. Die Bewerbungen kommen ungefähr je zur Hälfte aus beiden Bundesländern. Eingereicht wurden Schülerarbeiten, Begegnungsprojekte, Ideenwerkstätten und Ausstellungen sowie aufwändige Theaterprojekte. Unter den diesjährigen Franz-Bobzien-Preis-Bewerbern stachen vor allem Schulklassen hervor.

Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke, der damit seine Wertschätzung für diesen länderübergreifenden Beitrag zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und zur Entwicklung von Offenheit und Verbundenheit in einem geeinten, friedlichen Europa zum Ausdruck bringt. Weitere Partner des Franz-Bobzien-Preises sind der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ der Brandenburger Landesregierung, der Berliner Ratschlag für Demokratie, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, das Brandenburger Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie der Tagesspiegel als Medienpartner.

Quelle: Stadt Oranienburg

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