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Oranienburg: Franz-Bobzien-Preis 2016 – Bewerbungsfrist endet am 30. November

Pressemeldung vom 12. November 2015, 14:34 Uhr

In Kürze endet die Bewerbungsfrist für den Franz-Bobzien-Preis 2016: Noch bis zum 30. November werden Bewerbungen entgegengenommen.

Für mehr Demokratie und Toleranz: Mit der Auszeichnung wollen die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen zum vierten Mal Projekte in Berlin und Brandenburg würdigen, die in einem besonderen Maße zur Stärkung der Demokratie beitragen. Besondere Beachtung erfahren dabei Projekte, die sich mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland auseinandersetzen und damit ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt in unserer heutigen Gesellschaft setzen.

Bewerben können sich Vereine, Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen, Initiativen und Einzelpersonen aus Brandenburg oder Berlin. Die Wettbewerbsteilnehmer können sich als Projektträger direkt bewerben oder vorgeschlagen werden. Als Wettbewerbsbeiträge müssen konkrete Projekte eingereicht werden, die nach dem 1. Januar 2014 durchgeführt wurden und entweder abgeschlossen sind oder zumindest eine erfolgreiche Teilumsetzung vorweisen können. Die genauen Bewerbungsmodalitäten können dem Ausschreibungs-Flyer (siehe Anlage) entnommen werden und sind ebenfalls auf www.bobzienpreis.oranienburg.de zu finden.

Das Preisgeld für das Gewinnerprojekt beträgt 3000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten attraktive Sachpreise. Verliehen wird der Franz-Bobzien-Preis im April 2016 anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Zudem wird der Preis vom Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg, der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, dem Berliner Ratschlag für Demokratie, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB), dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Tagesspiegel als Medienpartner unterstützt.

Zur Person Franz Bobzien:
Franz Bobzien war ein außergewöhnlicher Pädagoge, Lehrer und Politiker. Er leistete Widerstand gegen das NS-Regime und war ab 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierigsten Bedingungen und mit großem Mut vor allem für jugendliche Mitgefangene. Am 28. März 1941 kam er bei Bombenräumungsarbeiten in Berlin ums Leben. Mit der Benennung des Preises nach Franz Bobzien soll sein mutiger und selbstloser Einsatz unter äußerst gefährlichen Bedingungen gewürdigt werden.

Quelle: Stadt Oranienburg

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