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Oranienburg: „Gegen häusliche Gewalt – Mut zum Gespräch am Arbeitsplatz“

Pressemeldung vom 11. November 2010, 14:33 Uhr

Bürgermeister und Gleichstellungsbeauftragte unterzeichnen Erklärung

Am 25.11.2010, dem internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“, wird um 10.00 Uhr in der Stadtverwaltung Oranienburg eine Vereinbarung zwischen dem Bürgermeister Hans Joachim Laesicke und der Gleichstellungsbeauftragten Heidrun Szczepanski unterzeichnet, die selbstverpflichtenden Charakter trägt. Es handelt sich um die Erklärung und Verpflichtung der Dienststelle zum Thema häusliche Gewalt mit dem Titel „Gegen häusliche Gewalt – Mut zum Gespräch am Arbeitsplatz“.

Alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Wegen einer anschließenden Fahnenhissung ist der Treffpunkt vor dem Schloss an den Fahnenmasten!

Ziel der Selbstverpflichtung ist es, mit dem Thema „Häusliche Gewalt“ offensiv innerhalb der Verwaltung umzugehen, dabei respektvoll und sensibel zu handeln. Anhand der Statistiken zu häuslicher Gewalt ist zu vermuten, dass auch einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung direkt oder indirekt von häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Stadtverwaltung bekennt sich mit der Unterzeichnung zu diesem Thema und möchte betroffenen Kolleginnen und Kollegen helfen.

Zur Umsetzung der Selbstverpflichtung wird es notwendig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Opfer trauen, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Potentiellen Tätern und Täterinnen soll ein deutliches Signal gesendet werden, dass die Ausübung häuslicher Gewalt von der Stadtverwaltung als Arbeitgeber nicht toleriert wird.

Hintergrund der Erklärung:

Das Problemfeld „Häusliche Gewalt“ verursacht jährlich mehrere Milliarden Euro Kosten durch Arbeitsausfall der Opfer, Therapien, Polizeieinsätze, juristische Verfahren und nicht zuletzt durch geringere Produktivität. Auch deshalb ist es wichtig, sich diesem Thema zu stellen. Die Selbstverpflichtung der Stadtverwaltung wurde konzipiert nach dem „Workplace Policy Konzept“ der Organisation „Terre des Femmes“.

Terre des femmes (TdF) ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich dafür einsetzt, dass Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben führen können und sensibilisiert in Deutschland die Öffentlichkeit und Wirtschaft für das Thema häusliche Gewalt. TdF widmet sich auch internationalen Themen wie z.B. Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Näheres unter: www.frauenrechte.de

Das Workplace Policy Concept (WPP) ist eine Selbstverpflichtung der Unternehmen und Organisationen zum Thema häuslicher Gewalt. Die Idee stammt aus den USA und Großbritannien.

Die Selbstverpflichtung wurde bisher umgesetzt unter anderem durch: Philipp Morris, American Express, The Body Shop, BARMER Ersatzkasse, die Bezirksämter von Berlin Charlottenburg/Wilmersdorf und Reinickendorf

„Die Leute vergessen ihre privaten Probleme nicht am Werkstor.“

Quelle: Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung der Stadt Oranienburg

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