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Oranienburg: Oranienburg bekommt Gütesiegel „Familiengerechte Kommune“

Pressemeldung vom 11. Juni 2015, 14:06 Uhr

Die Stadt Oranienburg erhält am Freitag, 12.6. 2015, vom Verein Familiengerechte Kommune in Berlin das Zertifikat „Familiengerechte Kommune“ und darf sich nun drei Jahre lang mit diesem Gütesiegel schmücken. Diese Auszeichnung ist mehr als ein hübscher Schmuck: Um sie zu erhalten, hat die Stadt nicht nur eine Bestandsanalyse zur Familiengerechtigkeit vorgenommen, gemeinsam mit allen relevanten Akteuren ganz konkrete Lösungen erarbeitet, um die Lebensbedingungen von Familien zu verbessern – sondern auch verbindliche weiterführende Ziele für eine nachhaltige familiengerechte Gesamtstrategie gesetzt. Jedes Jahr muss sie dem Verein berichten, wie erfolgreich konkrete Maßnahmen umgesetzt wurden. Nach drei Jahren muss der Prozess erneut durchlaufen werden – möchte die Stadt das Zertifikat behalten.

„Die Zertifizierung bestätigt unsere seit Jahren erfolgreiche Arbeit für eine familienfreundliche Stadt. Wie beliebt Oranienburg bei Familien ist, weil bei uns für sie einfach vieles stimmt, zeigen uns die enorm gestiegenen Zuzugszahlen“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. „Jetzt wollen wir uns jedoch nicht selbstgefällig zurücklehnen, sondern den beschrittenen Weg ständig kritisch hinterfragen und mit den Vorstellungen der Familien abgleichen – dabei hilft uns das Gütesiegel, denn der Zertifizierungsprozess bietet auch eine strukturierte Erfolgskontrolle.“ Der Prozess und die Erkenntnisse daraus haben Einfluss auf viele städtische Handlungsfelder – vom Kita-Bereich bis zur Stadtplanung. Daraus werden zum einen konkrete Ideen generiert, zum anderen bleibt die Familiengerechtigkeit als wichtiges Schwerpunktthema im Fokus.

Im Spätsommer 2013 hatte das Verfahren mit dem Beschluss der Stadtverordneten begonnen, im Sommer 2014 wurde mit Hilfe einer umfangreichen Befragung und unter Beteiligung von Vereinen und Trägern, die mit dem Thema Familien zu tun haben, sowie mit Eltern und beispielhaft auch mit einigen Ortsteilen analysiert, wo die Stadt steht. Was Familie in Oranienburg bedeutet, haben die beteiligten Akteure gemeinsam definiert: „Familie ist dort, wo Menschen in einer Gemeinschaft füreinander einstehen und füreinander verantwortlich sind“ – ein weit gefasster Familienbegriff, der also nicht nur Familien mit Kindern sondern auch Senioren umfasst.

Die sechs wichtigen Handlungsfelder sind im Auditierungsprozess deutschlandweit gleich, die Beteiligten haben in zwei Workshops verschiedene Themen bearbeitet:
1 Steuerung, Vernetzung und Nachhaltigkeit;
2 Familie, Arbeitsumfeld und Betreuung;
3 Bildung und Erziehung;
4 Beratung und Unterstützung;
5 Wohnumfeld und Lebensqualität sowie
6 Senioren und Generationen.

Im Februar 2015 haben die Stadtverordneten die Zielrichtung bestätigt. Erste sichtbare Resultate zum Thema Familiengerechtigkeit gibt es bereits: Eines davon ist der Boule-Platz in Malz (Handlungsfeld Senioren & Generationen), der in einer gemeinsamen Aktion von Bürgern und Stadtverwaltung entstanden ist – eine Anregung aus dem Ortsteil-Workshop. Auch plant die Stadt, mehr Kleinkindsportangebote zu fördern, weil in der Zielgruppe ein Mangel festgestellt wurde. Eine weitere Idee ist die Öffnung der Schulen, um dort Bildungsangebote für Senioren zu unterstützen.

Quelle: Stadt Oranienburg

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