Energiewechsel

Oranienburg: „Sender Zehlendorf“ wird am 25. März gesprengt

Pressemeldung vom 20. März 2017, 16:18 Uhr

Ein Stück Zehlendorfer Geschichte wird am kommenden Sonnabend beendet: Das Wahrzeichen des Oranienburger Ortsteils – der 360 Meter hohe Langwellen-Mast – wird am 25. März, 14 Uhr, gesprengt. Bereits am Freitag werden die letzten Leitungen gekappt. „Damit verschwindet leider nicht nur ein Stück Hörfunk-Geschichte, sondern auch ein identitätsstiftendes Wahrzeichen für Zehlendorf. In der Erinnerung der Zehlendorfer wird der Funkmast sicher einen festen Platz behalten“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke.

Seit 1936 ist Zehlendorf Standort von Radio-Sendeeinrichtungen. Die letzte aktive Sendeanlage war seit 7. Oktober 1979 in Betrieb. Die mit Stahlseilen fixierte Antenne war der leistungsstärkste Langwellensender in der DDR und erreichte die gesamte Fläche Europas. Sogar am Bosporus haben Seeleute den Deutschlandsender aus Zehlendorf empfangen können, so ein Zeitzeuge. 1990 übernahm die Deutsche Bundespost die Funkstation, zu der vier weitere, inzwischen abgebaute Masten gehörten. Der Betrieb als Langwellensender endete 2014, als das Deutschlandradio auf Digitalfunk umstellte. Zuletzt wurden nur noch wenige UKW-Programme hierüber verbreitet.

Dem heutigen Eigentümer, der Media Broadcast GmbH, wurden die Unterhaltskosten für den Mast schließlich zu teuer. Der Abbau ist von der kreislichen Denkmalbehörde genehmigt worden.

Quelle: Stadt Oranienburg

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