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Oranienburg: Zum 72. Todestag des Widerstandskämpfers und Sachsenhausen-Opfers – „Oranienburger Toleranzpreis“ soll künftig „Franz-Bobzien-Preis“ heißen

Pressemeldung vom 26. März 2013, 11:09 Uhr

Vor genau 72 Jahren, am 28. März 1941, kam Franz Bobzien (* 1906), ein außergewöhnlicher Pädagoge, Lehrer und Politiker als Häftling des KZ Sachsenhausen bei Bombenräumungsarbeiten ums Leben. Franz Bobzien leistete Widerstand gegen das NS-Regime und war ab 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierigsten Bedingungen und mit großem Mut vor allem für jugendliche Mitgefangene.

Im Zuge der erneuten Ausschreibung ab Mai 2013 schlagen deshalb der Bürgermeister der Stadt Oranienburg, Hans-Joachim Laesicke, und Professor Dr. Günter Morsch, Leiter der Gedenkstätte und des Museum Sachsenhausen, vor, den bisherigen „Oranienburger Toleranzpreis“ in „Franz-Bobzien-Preis“ umzubenennen und damit an den selbstlosen Einsatz des Widerstandskämpfer zu erinnern. Mit der Umbenennung soll sich der Preis zugleich von ähnlich lautenden und vergleichbaren Preisen abgrenzen, die ebenfalls Bemühungen für ein tolerantes Miteinander auszeichnen. Darüber hinaus soll dem Preis so ein individuelles Alleinstellungsmerkmal verliehen werden und eine stärkere Fokussierung auf die eigene Stadtgeschichte erfolgen.

Inhaltlich wollen die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen den Preis künftig insbesondere an Projekte richten, die wirkungsvoll zur historisch-politischen Bildung und zur Stärkung der demokratischen Kultur beitragen. Besondere Beachtung sollen dabei Projekte erfahren, denen es gelingt, die historische Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland und das gegenwärtige Engagement für das demokratische Gemeinwesen miteinander zu verknüpfen.
Sie sollen auf ein tolerantes Miteinander in einem geeinten Europa zielen, das seine Schlussfolgerungen aus den Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus und den kommunistischen Diktaturen gezogen hat. Vor allem Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind angesprochen, sich zu bewerben. Neben Projekten aus Brandenburg werden künftig auch Projekte aus Berlin berücksichtigt. Stimmt die nächste Stadtverordnetenversammlung am 29. April 2013 dem Vorschlag zu, so wird bereits im Mai der „Franz-Bobzien-Preis“ ausgeschrieben.

Eine Kurz-Biografie und ein Foto von Franz Bobzien sind der Anlage zu entnehmen. Das Foto darf unter Nennung der Quelle: „Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen“ ebenfalls verwendet werden.

Quelle: Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung der Stadt Oranienburg

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