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Potsdam: Bundesversammlung der Baukultur diskutierte zum Status der gebauten Umwelt in Deutschland

Pressemeldung vom 15. Dezember 2016, 11:11 Uhr

Vom 3. bis 5. November lud die Bundesstiftung Baukultur zum Konvent 2016 ein. Aus diesem Anlass verwandelte sich das Kreativquartier Schiffbauergasse in Potsdam zu einer lebendigen Denkfabrik der Baukultur. Den Ausgangspunkt bildete das Basislager der Baukultur, das sich am 3. November der „Baukultur im Spannungsfeld gesellschaftlicher Herausforderungen“ widmete. Das Basislager sei „Versorgungs- und Regenerationsstation für beabsichtige Unternehmungen“, stellte Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, in seiner Begrüßungsrede die Motivation des Auftaktes heraus, mit dem sich die Konventsberufenen und Gäste mit einem inhaltlichen Fundament gesellschaftlich relevanter Themen für die insgesamt drei Konventstage rüsten konnten. 600 Teilnehmer folgten der öffentlichen Einladung zum Konvent 2016, auf dem gleichzeitig auch neue Gremienmitglieder in den Stiftungsrat und Beirat gewählt wurden. Der Konvent der Baukultur 2016 machte es sich zur Aufgabe, über den interdisziplinären Erfahrungsaustausch von Konventsberufenen und Gästen ein aktuelles Stimmungsbild zur Lage der gebauten Umwelt in Deutschland zu ermitteln, das zehnjährige Jubiläum der Stiftung zu feiern und den aktuellen Baukulturbericht 2016/17 „Stadt und Land“ der Öffentlichkeit vorzustellen. „Zehn Jahre nach ihrer Gründung ist die Bundesstiftung Baukultur in Politik und Fachwelt aber auch in großen Teilen der Gesellschaft fest verankert und kann einen positiven Beitrag leisten“, bilanzierte Reiner Nagel. „Stadt und Land sind duale Handlungsfelder der Baukultur. Der Baukulturbericht 2016/17, den wir im Rahmen des Konvents erstmalig öffentlich vorgestellt und diskutiert haben, ist ist eine substanzielle Grundlage und braucht bundesweite Unterstützung“, so Reiner Nagel. Nach der lebendigen Diskussion im Konvent würden die Handlungsempfehlungen des Baukulturberichts 2016/17 nun weiter operationalisiert und das Netzwerk ausgebaut werden. Die Konventsmitglieder könnten dabei als „Botschafter“ wirken. Im Rahmen des Konvents wurde auch der nächste Themenschwerpunkt der Bundesstiftung für den Baukulturbericht 2018/19 festgelegt: Erbe – Bestand – Zukunft. Basislager der Baukultur und 10 Jahre Bundesstiftung Baukultur Am Vormittag des 3. November begann der Konvent 2016 mit dem Basislager der Baukultur. Der Themenrahmen der sechs offenen Foren spannte sich vom Klimawandel und grenzüberschreitenden Kooperationen über Bauwirtschaft, Bildungslandschaft und Baukulturvermittlung bis hin zum ersten bundesweiten Treffen von Gestaltungsbeiräten. Im Rahmen des Konvents wurde auch das 1.000 Mitglied im Förderverein – das Sinziger Unternehmen Pirmin Jung, vertreten durch denGeschäftsführer Tobias Götz – geehrt.. Inzwischen ist der Verein auf 1.050 Mitglieder angewachsen. Gleichzeitig ist die bundesweite Übersicht der Akteure und Preise – das Who is who der Baukultur 2016-2017-2018 druckfrisch zum Konvent erschienen. Anschließend

eröffneten die Kooperationspartner Christina Gräwe, Vorsitzende des architekturbild e.V., Reiner Nagel und Siegfried Dittler, Geschäftsführer des Kunstraums Potsdam, die Fotoausstellung „Perspektive.Land.Stadt“ im Kunstraum Potsdam. Insgesamt etwa 750 Besucher verzeichnete die Ausstellung während der vier Ausstellungstage. Der Abend des 3. November stand ganz im Zeichen des 10-jährigen Bestehens der Stiftung. Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks ging in Ihrer Rede auf die erste Dekade der Bundesstiftung und ihr Wirken für die Baukultur ein: „Heute ist die Bundesstiftung ein wichtiger Partner in allen baukulturellen Fragen. Sie wird in der Öffentlichkeit und in der Fachwelt als kompetenter Partner wahrgenommen.“ Im Anschluss der Reden von Dr. Barbara Hendricks, Reiner Nagel und Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Durth kamen Wegbegleiter des Gründerkreises in einem Filmportait zu Wort. Werner Sobek, Volkwin Marg, Walter Siebel oder Christiane Thalgott blickten im

Gespräch zurück auf das 10-jährige Bestehen der Stiftung sowie ihre Gründungsgeschichte, nicht ohne auch engagiert Wünsche für die Zukunft auszusprechen. Zum Abschluss des Baukultur-Festes wurde mit Livemusik der -Band Trio Scho – Odessa Express – und der DJane Ipek gefeiert. Wahl-Konvent und Vorstellung des Berichtes der Baukultur 2016/17 „Stadt und Land“ Am 4. November, dem Konventstag, stellte Reiner Nagel den Baukulturbericht erstmalig der Öffentlichkeit vor. Deutschland ist ein Land der Klein- und Mittelstädte und der ländlichen Räume. Doch welche Perspektiven haben diese Orte angesichts des derzeitigen Booms der Metropolen? Neben einem Blick auf die von Zuwanderung und Wohnungsmangel geprägten Ballungsräume, sucht der Baukulturbericht 2016/17 „Stadt und Land“ daher nach baukulturellen Leitbildern für die Räume abseits der Großstädte. „Der Baukulturbericht ‚Stadt und Land‘ ist eine gute Grundlage, um die Baukultur in den politischen Fokus zu rücken“, so Gunther Adler, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, der diesen Konventstag feierlich eröffnete. „Der Bericht lenkt einen wichtigen Blick auf die Zuwanderung sowie die drei Schwerpunkte: Vitale Gemeinde, Infrastruktur und Prozessqualität.“ Nach der Vorstellung des Baukulturberichts diskutierten die

Konventsbesucher an 12 Werkstatttischen die Handlungsempfehlungen des neuen Berichts „Stadt und Land“. Im Vorfeld hatten die Konventsberufenden in einer anonymen Wahl ihre Stimmen für die neuen Stiftungsrats- und Beiratsmitglieder der Bundesstiftung Baukultur abgegeben. Der Tag wurde anschließend durch den Kulturabend „Stadt der Zukunft: Land in Sicht“ in Kooperation mit dem Hans Otto Theater abgerundet. Baukultur-Exkursionen in Berlin, Brandenburg und Potsdam Am 5. November lud die Bundesstiftung Baukultur zu drei Exkursionen ein. Nach Tagen des Inputs und der Diskussion konnte Baukultur nun anhand guter Beispiele erfahren und besprochen werden. Die Baukultur-Tram führte in die Gartenstadt Drewitz und die Potsdamer Mitte, die Busexkursion ländliches Brandenburg besuchte Highlights der Baukultur im Berliner Umland und eine Architekturführung zu ausgewählten Wohnungsbauprojekten nahm das baukulturelle Berlin in den Fokus. Impressionen des Konvents der Baukultur 2016 sowie den Film zum 10-jährigen Jubiläum der Bundesstiftung Baukultur finden Sie unter folgendem Link. Der Baukulturbericht 2016/17 sowie die Handlungsempfehlungen (ab Seite 134 ff ) sowie die englische Fassung stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung. Eine ausführliche Ergebniszusammenfassung zum Basislager der Baukultur am 3. November und zum Konventstag und Wahlkonvent sowie zur Diskussion des Baukulturberichts 2016/17 „Stadt und Land“ inkl. der Werkstätten am 4. November finden Sie außerdem auf unserer Website. Hier finden Sie eine Kurzdokumentation des Konvents im Film, Informationen und Impressionen. Terminausblick Der Baukulturbericht 2016/17 wird durch die Bundesstiftung vom 19. bis 21. Januar 2017 im Rahmen der BAU 2017 in München vorgestellt sowie im Rahmen der Immobilienmesse MIPIM in Cannes auch einem internationalem Publikum präsentiert.

Quelle: Bundesstiftung Baukultur

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