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Prenzlau: Am 1. November kommt der neue Personalausweis

Pressemeldung vom 26. Oktober 2010, 15:09 Uhr

Prenzlau (spz). Vom alten Personalausweis gilt es Abschied zu nehmen. Ab dem 1. November wird er abgelöst vom neuen Ausweis im Scheckkarten-Format. „Doch keine Bange: Der alte Ausweis behält seine Gültigkeitsdauer ganz normal laut Eintrag“, beruhigt Marcus Feder, Sachgebietsleiter Meldewesen und Empfang der Stadt Prenzlau. Und wer sich an das alte Dokument so sehr gewöhnt hat, dass er es nicht missen mag, kann diesen auch noch bis zum 29. Oktober neu beantragen. „Bis zum letzten tag, exakt bis 13 Uhr, nehmen wir die entsprechenden Anträge entgegen.“ Danach allerdings kommt der neue Ausweis ins Spiel und in die Brieftaschen. „Wir sind technisch fast komplett dafür ausgestattet“, informiert Ordnungsamtsleiter Matthias Schmidt. „Lediglich der Bürgermonitor und das Signaturpad werden etwas später geliefert. Doch arbeitsfähig sind wir davor schon.“

So viel sei gar nicht anders an dem neuen Dokument, wird im Einwohnermeldeamt der Stadt beruhigt. Die Angst, damit zum gläsernen Bürger zu werden, können die Verwaltungsmitarbeiter ausräumen. „Viele Funktionen, die der neue Ausweis erfüllen kann, sind optional wählbar. Wer will, kann seinen Fingerabdruck abgeben und auch, ob die elektronische Identifikation ein- oder ausgeschaltet ist, entscheidet der Antragsteller selbst.“ Der neue Ausweis ist wie sein Vorgänger ein hoheitliches Dokument und hat dieselben Funktionen. „Und es gibt auch nur ausgewählte Behörden – Polizei, Bundespolizei und Meldeämter gehören dazu – die die entsprechenden Daten aus dem Ausweis komplett lesen können.“

Vor allem soll der neue Ausweis vieles einfacher machen. „Insbesondere auf dem Gebiet der digitalen Anwendungen, also am Computer. Er ist der bisher nicht vorhandene Standard-Identitätsnachweis für die Online-Welt. Aber eben diese Funktionen kann man auch selbst einschränken, so dass die Angst vor Missbrauch unbegründet ist. Dennoch gilt, dass man den Ausweis ebenso sicher wie seine EC-Karte verwahren sollte.“

An die neue Technik, die bei der Erfassung der Daten im Rahmen der Antragstellung zum Einsatz kommt, werden sich die Mitarbeiter ebenso wie die Bürger schnell gewöhnen. Davon sind Schmidt und die Kollegen in der Prenzlauer Meldebehörde überzeugt. „Etwas gewöhnungsbedürftig sind vielleicht am Anfang noch die biometrischen Fotos, die der Ausweis voraussetzt. Wer also noch alte Passbilder zu Hause hat, kann die für den Ausweis ab dem 1. November nicht mehr nutzen. Die Zeit ist dann vorbei.“ Zu jedem Antrag werde es eine Informationsbroschüre geben, die alle Details, die mit dem neuen Dokument in Verbindung stehen, genau erläutern. „Darin ist alles sehr ausführlich beschrieben“, so Marcus Feder.

Man habe, so ist von Meldeamtsmitarbeiterin Elke Stoffregen zu erfahren, in den vergangenen Wochen vermehrte Anträge auf den alten Ausweis entgegengenommen. Es scheint nicht nur der „Trennungsschmerz“ zu sein, der die Bürger ins Amt treibt. Denn mit dem neuen Dokument steigen auch die Kosten. Musste man bis dato acht Euro für den neuen Ausweis zahlen, so sind es künftig bei unter 24-jährigen 22,80 Euro; wer älter ist, legt 28,80 Euro auf den Tisch. „Zu beachten ist auch, dass der Erstantrag künftig auch nicht mehr kostenfrei ist“, fügt Feder hinzu.

Quelle: Pressestelle der Kreisstadt Prenzlau

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