Energiewechsel

Prenzlau: Jährliches Investitionsvolumen – 18 Millionen Euro

Pressemeldung vom 9. Dezember 2010, 12:03 Uhr

Bürgermeister informiert über Perspektiven der Stadtentwicklung

Prenzlau (spz). „Wir fassen hier in den nächsten Jahren richtig viel Geld an. Allein für 2011 und 2012 sind in Prenzlau jeweils Investitionen in Höhe von 18 Millionen Euro geplant. Weitestgehend wird dieses Geld auch hier in der Region, bei den Unternehmen der Uckermark bleiben“, stellt Bürgermeister Hendrik Sommer in Aussicht. Auf der jüngsten Zusammenkunft der Unternehmervereinigung und des Wirtschaftsforums Prenzlau informierte er über den aktuellen Stand der Stadtentwicklung und vor allem die Perspektiven bis 2013. „Die Landesgartenschau bringt uns gewaltige Schritte nach vorn. Wenn ich Amtskollegen aus den Altbundesländern erzähle, was wir in den nächsten Jahren in Angriff nehmen und welche Beträge dafür eingesetzt werden und sie mir gleichzeitig davon erzählen, dass sie über massive soziale Kürzungen nachdenken, weil die Kommunen kein Geld haben, dann ahnt man, was für ein Glücksfall die Gartenschau für uns ist.“
Allerdings wird der Weg dahin auch nicht nur von der Freude ob der großen Investitionen geprägt sein. „Baumaßnahmen bedeuten auch Einschränkungen“, sagt Sommer und meint konkret die Sperrung der B109 im Bereich Unteruckersee ab Mitte kommenden Jahres. „Da kommen wir nicht dran vorbei und wir wissen schon jetzt, dass es haarig wird. Aber die Straße muss gemacht werden.“ Die Maßnahme des Landesbetriebes in drei Bauabschnitten zusammen mit der Stadt wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. „Mehrere Monate“, stellt der Bürgermeister in Aussicht.
Ebenfalls 2011 wird mit der Umsetzung der Planungen für das „Tor zum See“ begonnen. „Die Ausschreibung erfolgt im März, Baubeginn ist für Juni geplant.“ Zum Projekt „Tor zum Unteruckersee“ gehören der Umbau des sogenannten Kettenhauses zur Herberge für Wasser- und Radwanderer, der Parkplatz Fischerstraße inklusive Uferzone und Wasserwanderstützpunkt sowie die Sicherung und Bedachung der Heiliggeistkapelle. Das Areal werde sich in ein Schmuckstück verwandeln. Gern nutzt Bürgermeister Hendrik Sommer den Vergleich mit Waren an der Müritz. Dabei werde Prenzlau mit seinem neuen Entree zum See noch einmal ein ganz individuelles und unverwechselbares Gesicht bekommen.
Streiflichtartig stellte das Stadtoberhaupt den Unternehmern die wesentlichen Eckpunkte der Stadtentwicklung bis 2013 vor: Die Marktberggestaltung als Projekte der Wohnungsgenossenschaft und der Stadt Prenzlau waren ein Thema, wobei Sommer darauf hinwies, dass die Freiflächengestaltung, die Part der Stadt ist, über das EFRE-Programm Nachhaltige Stadtentwicklung gefördert wird. In der für die Veranstaltung vorbereiteten Präsentation schwenkte er zum Rathausvorplatz, der im Zuge der LAGA-Vorbereitungen ein neues Gesicht bekommt, über und erläuterte die neuen verkehrstechnischen Anbindungen, die es künftig ermöglichen sollen, direkt von der Schwedter Straße bzw. der Baustraße aus kommend, zum Rathaus abzubiegen. Das WIGA-Gebäude, welches für die Landesgartenschau als temporäre Blumenhalle und Regionalmarkt hergerichtet wird, wurde benannt und auch die neue Bahnhofsgestaltung blieb nicht unerwähnt.
Zugleich machte Bürgermeister Hendrik Sommer auf weitere Projekte des zurückliegenden Jahres aufmerksam. Die Angebote im Rahmen des „Agenda“-Diploms für Kinder seien sehr gut angenommen worden und finden, so Sommers Hoffnung, im kommenden Jahr mit Unterstützung auch vieler Unternehmer ihre Fortsetzung. „Wir haben es geschafft, im Wettbewerb ‚Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010‘ den dritten Platz unter den Kommunen mit weniger als 20 000 Einwohnern einzunehmen und wir haben den ‚Familienpreis‘ des Landes Brandenburg mit dem Projekt der Essenpaten errungen.
Die zahlreichen Projekte, die in den nächsten Jahren realisiert werden, so Sommer, seien allein aus städtischen Mitteln aber nicht finanzierbar. „Eine intelligente Fördermittelakquise und die Tatsache, dass wir mit unseren Konzepten bei Land und EU überzeugen, macht es möglich, dass wir die geplanten Maßnahmen mit einem Fördermittelanteil von bis zu 70 Prozent – teilweise sogar mehr – realisieren können.
Wichtig sei ihm, so Sommer, dass bei den benannten Projekten nicht der Eindruck entstehe, dass alles in die Kernstadt gehe und die Dörfer abgehängt werden. „Auch in den Orts- und Gemeindeteilen bewegt sich etwas. So werde die DSL-Versorgung deutlich verbessert, in Seelübbe entsteht das Gemeindezentrum und nach Alexanderhof wird eine neue Straße gebaut. „Für Dedelow ist ein Workshop zur zukünftigen Dorfentwicklung geplant.“ Schwerpunkt bei der LAGA ist natürlich die Stadt selbst, doch wir wollen alle Prenzlauer mitnehmen.

Quelle: Kreisstadt Prenzlau

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