Energiewechsel

Prenzlau: Prenzlau auf einem stabilen Weg in die Energiewende

Pressemeldung vom 5. Dezember 2013, 12:48 Uhr

Prenzlau (spz). Am 12. Dezember werden die Stadtverordneten über das energetische Quartierskonzept für die Prenzlauer Innenstadt sowie die Klimaschutzstrategie der Stadt für die nächsten Jahre entscheiden. In der zweiten öffentlichen Informationsveranstaltung am 4. Dezember wurden nun noch einmal die Grundzüge des Quartierskonzepts durch die Planungsbüros vorgestellt.
„Im Mittelpunkt der Untersuchungen der letzten Monate stand die Optimierung der vorhandenen Fernwärmenetze, die Prüfung energiesparender Maßnahmen in Wohn- und Gewerbeobjekten sowie die Analyse und Bewertung des kommunalen Gebäudebestandes“, erläutert Thomas Guhlke, der das Projekt energetische Stadtsanierung leitet.
„Dabei zeigte sich, dass insbesondere im Gebäudebestand bereits durch einfache und preisgünstige Maßnahmen ein erhebliches energetisches Einsparpotential vorhanden ist. Auch bei der ebenfalls untersuchten Straßenbeleuchtung bestehen erhebliche Einsparpotentiale durch den Austausch ineffizienter Leuchten und weiter verbesserte Steuerungen wie beispielsweise Nachtabsenkungen.“
Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung der Fernwärmeversorgung. Das Ergebnis hier: die vorhandenen Wärmenetze sind grundsätzlich wirtschaftlich betreibbar, bestehende Verdichtungsmöglichkeiten sollten konsequent genutzt werden. Allerdings verlangt dies, wenn eine noch stärkere Einbindung von Erneuerbaren Energien erfolgen soll, nicht unerhebliche Investitionen der Stadtwerke zur Senkung der Rücklauftemperaturen und Kopplung der bisher getrennten Fernwärmenetze.
Bereits in der vorhergehenden Sitzungsfolge hatten sich die Stadtverordneten schon mehrheitlich zur Fernwärme bekannt und den Cottbuser Professor Matthias Koziol von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) mit der Ermittlung eines sachgerechten Fernwärmepreises beauftragt. „Die Untersuchungen der Gutachter haben unter anderem gezeigt, dass auf der Basis der vorhandenen Fernwärmenetze weitere Potentiale für eine zukunftsfähige Wärmenergieversorgung in Prenzlau erschlossen werden können. Im Mittelpunkt dabei steht vor allem die Etablierung des geothermischen Tiefenspeichers. Insgesamt hat Prenzlau die besten Voraussetzungen auch künftig eine Wärmeenergieerzeugung mit starker Nutzung Erneuerbarer Energien aufzubauen, die Modellcharakter im Land Brandenburg und darüber hinaus hat“, stellt Dr. Andreas Heinrich, Zweiter Beigeordneter und für die Stadt- und Ortsteilentwicklung zuständig, heraus.
In der Diskussion wurden Fragen zur Auswirkung des ab 2020 absehbaren Bevölkerungsrückgangs auf die Wohnungswirtschaft und die Energieversorgung gestellt. Das Thema Energieversorgung, so Heinrich, stehe im engen Zusammenhang mit der gegenwärtig erfolgenden Überarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. „Im ersten Quartal 2014 werden wir dieses ebenfalls noch der Öffentlichkeit vorstellen. Hier geht es dann ganz konkret um die Frage des Bevölkerungsrückgangs und der damit verbundenen Konsequenzen in allen Bereichen.“

Quelle: Stadt Prenzlau

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