Energiewechsel

Prenzlau: Prenzlau ist Klimaschutzkommune

Pressemeldung vom 26. Oktober 2010, 15:11 Uhr

Dritter Platz im Bundeswettbewerb

Prenzlau (spz). Prenzlau zählt zu den Siegerstädten im Wettbewerb um den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“. „Bei den Städten mit unter 20 000 Einwohnern – die Zahlen beziehen sich auf die Kernstadt – haben wir unter 26 Teilnehmerkommunen den dritten Platz belegt und dürfen uns jetzt ‚Klimaschutzkommune 2010‘ nennen“, freut sich Bürgermeister Hendrik Sommer, der gemeinsam mit der Stabsstellenleiterin Wirtschaftsförderung und Tourismus, Silke Liebher, und Agenda-Koordinatorin Anett Hilpert am Montag in Berlin die Auszeichnung in Empfang nahm. „Wir verstehen diese ausgesprochen gute Platzierung als Ansporn, noch mehr in Sachen Klimaschutz zu tun“, so das Stadtoberhaupt.

In der Begründung heißt es, dass eine umweltverträgliche Energieversorgung vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels nicht nur notwendig ist, sondern auch erhebliche Wachstumschancen bietet. Dies zeige Prenzlau “ wie kaum ein anderer Teilnehmer des Wettbewerbs. Der dritte Platz in der Teilnehmerklasse bis 20 000 Einwohner und der Titel ‚Klimaschutzkommune 2010‘ sind also kaum überraschend.“

So habe sich die Uckermark-Kreisstadt in den vergangenen Jahren mit dem Leitbild „Stadt der erneuerbaren Energien“ positioniert. Weiter heißt es: „Die Nutzung von Erdwärme, Windkraft und Solarenergie sowie der Anbau nachwachsender Rohstoffe und deren Weiterverarbeitung zu Biomasse und Biogas haben dafür gesorgt, dass die Stadt mittlerweile mehr Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnt, als sie selbst verbraucht. Und hiervon profitiert nicht nur das Klima. In der Stadt mit knapp 20 000 Einwohnern sind im Wirtschaftssektor Erneuerbare Energien bereits rund 1 000 Arbeitsplätze geschaffen worden – Tendenz steigend!“ Neben der Förderung regenerativer Energien mit einem städtischen Förderprogramm für private Solaranlagen bilde die EnergieMesse einen weiteren Eckpfeiler der Prenzlauer Klimaschutzbemühungen. 2004 ins Leben gerufen, hat sich die Veranstaltung mittlerweile zu einem Event mit überregionaler Ausstrahlung entwickelt. „Einerseits sollen aktuelle Entwicklungen präsentiert und ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch angeregt werden. Andererseits zielt man darauf ab, öffentlichkeitswirksam die Potentiale erneuerbarer Energien publik zu machen und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Nach dem Motto ‚Vorhandene Potentiale ausbauen und weiter nutzen‘ will man so dazu beitragen, dass Prenzlau sich zu einem ‚Zentrum der Erneuerbaren Energien‘ entwickelt. Die Stadt Prenzlau ist also auf dem besten Wege durch wirksamen Klimaschutz die langfristige Daseinsvorsorge für ihre Bürgerinnen und Bürger zu sichern.“ Dem, so Sommer, sei kaum noch etwas hinzuzufügen. „Allein die Beteiligung an diesem Wettbewerb und dann der damit verbundene Erfolg haben Außenwirkung. Auf diese Weise haben wir als ‚Stadt der regenerativen Energien‘ auf uns aufmerksam gemacht und gezeigt, dass in der brandenburgischen Provinz Bewegung ist, dass hier etwas geschieht und die aktuellen Probleme Konsequenzen im politischen wie auch wirtschaftlichen Handeln finden.“ Für die EnergieMesse, die 2011 zum sechsten Mal stattfindet, sei dieser Titel ein ausgezeichnetes Aushängeschild.

Zur „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ wurde Freiburg i.B. gekürt; in der Teilnehmerklasse unter 20 000 Einwohnern belegte Ratekau in Schleswig-Holstein den ersten und Wettenberg in Hessen den zweiten Platz. Prenzlau als drittplatzierte Kommune lag auch vor ihren brandenburgischen Mitbewerbern Kloster Lehnin, Kolkwitz und Potsdam. Insgesamt nahmen 73 Städte und Gemeinden am Wettbewerb teil.

Quelle: Pressestelle der Kreisstadt Prenzlau

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