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Prenzlau: Sicherungsmaßnahmen am „Kettenhaus“ beginnen

Pressemeldung vom 9. Mai 2011, 13:23 Uhr

Prenzlau (spz). In ideser Woche beginnen die Sicherungsmaßnahmen am sogenannten Kettenhaus in Prenzlau. „Erforderlich ist dies auf Grund des schlechten Gebäudezustandes“, so Dr. Andreas Heinrich, Zweiter Beigeordneter der Stadt Prenzlau. Jahrzehntelang wurde das Haus, nachdem es bis Mitte der 1980-er Jahre als Wohnhaus diente, vernachlässigt. „Den einstigen Charme des Gebäudes, das seinen Namen, den es im Volksmund trägt, einer schmiedeeisernen Kette, die die straßenseitige Treppenanlage früher einmal zierte, zu verdanken hat, kann man jedoch noch erahnen“, so der Baudezernent der Stadt. In Abstimmung und mit Unterstützung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wird nun dafür gesorgt, nicht nur einen weiteren Verfall zu verhindern, sondern auch Gutachtern, Planern, Architekten und künftigen Betreibern den Zugang zu ermöglichen, um das Projekt „Kettenhaus“ zu entwickeln. Entstehen soll hier, direkt am Schnittpunkt zwischen dem Fernradweg Berlin-Usedom und dem Wasserwanderweg Uckersee-Stettiner Haff-Police, eine Wanderherberge für Wasser- und Radwanderer.
Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens hat sich eine Bewerbergruppe gemeldet, die das Projekt umsetzen will. „Derzeit sind wir dabei, die inhaltlichen Aspekte zu verhandeln“, informiert Heinrich. Voraussetzung für alle weiteren Planungen sei jedoch die Sicherung des Gebäudes. Die baulichen Sicherungsmaßnahmen wurden durch die Stadt ausgeschrieben; für die Realisierung zeichnet die Denkmalpflege GmbH verantwortlich. „Schwerpunkt sind der Ostgiebel und das Abfangen der Holzbalkendecken im Innern des Gebäudes.“ Da diese Arbeiten stark in das statische Gefüge des Gebäudes eingreifen, sind umfassende fachliche Kenntnisse der beauftragten Firma bei der Sanierung von Fachwerk erforderlich. Mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurden bereits Festlegungen zum Umfang der erhaltenswerten bzw. wieder verwertbaren Bauelemente getroffen. Bestimmte Elemente wie Holzbalkendecken und Beschläge beispielsweise werden geborgen und gesichert.

Quelle: Kreisstadt Prenzlau

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