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Senftenberg: Kreisgebietsreform ist eine Chance für die Lausitz

Pressemeldung vom 12. Oktober 2016, 14:14 Uhr

Senftenberger Bürgermeister Andreas Fredrich zu den Plänen der Landesregierung

Der Vorschlag der Brandenburger Landesregierung, im Süden einen Landkreis „Lausitz“ zu schaffen, hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Andreas Fredrich, Bürgermeister der Kreisstadt Senftenberg sieht den Vorschlag pragmatisch. „Für den Bürger wird sich wegen der geplanten Reform nichts ändern. Wie gewohnt stehen die Städte und Gemeinden als Ansprechpartner für die wichtigsten Angelegenheiten des täglichen Lebens zur Verfügung. Das war schon immer so und daran ändert auch die geplante Reform nichts“, so das Stadtoberhaupt. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen sind für die Bürgernähe zuständig, selten müssen Bürgerinnen und Bürger bei Kreisverwaltungen vorsprechen. Und wenn doch, so wird es auch nach der Reform gut funktionierende Standorte in Senftenberg, Forst und Herzberg geben müssen.

Was die Einkreisung von Cottbus betrifft, auch dazu hat Andreas Fredrich eine klare Haltung: „Ich befürworte weiterhin die Kreisfreiheit von Cottbus. Die drei Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Spree-Neiße sind in einem Verbund wirtschaftlich alleine sehr gut aufgestellt und können dem Ziel der Landesregierung, eine Stärkung der Lausitzregion, auch zusammen mit der kreisfreien Stadt Cottbus gerecht werden. Eine Einkreisung ist daher nicht erforderlich“, so Fredrich weiter.

Auch in der Frage der zukünftigen Kreisstadt im geplanten Landkreis gibt es für den Bürgermeister keine Irritationen. Senftenberg muss Kreisstadt bleiben, das ergibt sich schon aus der geografische Lage. Senftenberg als derzeitige Kreisstadt liegt zentral im geplanten neuen Landkreis. Alle Strukturen sind vorhanden. Seit Jahren wird erfolgreich die Umlandfunktion wahrgenommen, es gibt eine perfekte Autobahn- und Bundesstraßenanbindung. Außerdem ist Senftenberg Universitäts- und Theaterstandort, liegt mitten im Seenland und ist als „staatlich anerkannter Erholungsort“ bundesweit eine feste Größe.

„Und selbst wenn der neue, größere Kreistag zukünftig im Wechsel an unterschiedlichen Standorten seine turnusmäßigen Sitzungen durchführen möchte, kann Senftenberg mit der Kaiserkrone einen attraktiven Saal bieten“, so Fredrich.

Die Kreisgebietsreform, so der Bürgermeister abschließend, ist also nicht das monströse Gebilde, das im Land ausschließlich auf Ablehnung stößt. „Es kommt jetzt darauf an, so Fredrich, die ins Gespräch gebrachten Strukturen gemeinsam zu diskutieren und vorgeschlagene Ergänzungen aus den Regionen zu prüfen und wenn nötig zu ergänzen. Dies gilt besonders für die Übernahme kreislicher Aufgaben durch die Städte und Gemeinden“, betonte Andreas Fredrich abschließend.

Quelle: Stadt Senftenberg

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