Energiewechsel

Senftenberg: Senftenberg erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ – Auszeichnung als erste Stadt in Brandenburg

Pressemeldung vom 2. Juni 2015, 08:32 Uhr

Als erste Stadt in Brandenburg erhält Senftenberg das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit wird der systematische Einsatz der Stadt für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ausgezeichnet. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen hat die Stadt einen Aktionsplan für Kinderfreundlichkeit erarbeitet, der in den kommenden vier Jahren umgesetzt werden soll. Senftenberg erhält nach Hanau, Weil am Rhein, Regensburg und Wolfsburg als fünfte deutsche Stadt das Siegel und stellt sich damit einem regelmäßigen Prüfverfahren. Ein solcher „Kinderrechte-TÜV“ arbeitet in Nachbarländern wie der Schweiz und in Frankreich bereits erfolgreich auf der Grundlage der internationalen Child Friendly Cities Initiative. Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“.

„Senftenberg hat sich sehr intensiv um die Teilnahme am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ bemüht. Der Aktionsplan macht mit seinen Maßnahmen deutlich, dass sich die Stadt anspruchsvolle Ziele zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention gestellt hat. Damit ist eine wichtige Grundlage für die Kinder und Jugendlichen der Stadt gegeben, sich engagiert in die Umsetzung des Aktionsplanes einzubringen. Ich bin sicher, dass der Aktionsplan zu einer kinder- und jugendfreundlicheren Stadt Senftenberg führt“, sagte Prof. Dr. Lothar Krappmann, Vorsitzender der Sachverständigenkommission im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“.

„Die Stadt Senftenberg hat mit ihrem Partizipationskonzept beste Voraussetzungen, um den Aktionsplan in den nächsten Jahren erfolgreich umzusetzen. Wir freuen uns, dass die Partizipation von Kindern und Jugendlichen damit als zentrales Thema für die Entwicklung und Gestaltung der Stadt gesehen wird. Und mit den umfänglichen Informationen über Kinderrechte für Eltern und Kinder, aber auch für die Verwaltung ist Senftenberg auf einem guten Weg, die UN-Kinderrechtskonvention in der Stadt zu verwirklichen“, so Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich nimmt die Auszeichnung mit Freude entgegen: „Passend zum heutigen Kindertag am 1. Juni halten wir das Siegel als „Kinderfreundliche Kommune“ in den Händen, das ist für mich und die Stadt Senftenberg eine große Freude und Anerkennung. Damit wird einerseits unser bisheriges Engagement für Kinder und Kinderrechte gewürdigt. Andererseits haben wir uns mit dem anspruchsvollen Aktionsplan viel vorgenommen, was es in den kommenden Jahren umzusetzen und zu erreichen gilt. Ich bin mir aber sicher, dass wir dem Siegel auch zukünftig gerecht werden.“

Das Siegel basiert auf der Child Friendly Cities Initiative, für die das UNICEF-Forschungszentrum Innocenti in Florenz internationale Standards und Instrumente entwickelt hat. Kernelemente sind: Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, eine kinderfreundliche Rahmengebung, ein übergreifender Aktionsplan, die Interessenvertretung für Kinder, der Vorrang des Kindeswohls, ein ausgewiesener Kinder- und Jugendetat, ein regelmäßiger Bericht der Kommune, sowie die Information über Kinderrechte und die Unterstützung von Kinderrechtsorganisationen.

Die Kommunen beginnen mit einer Standortbestimmung anhand eines Fragebogens. Workshops mit Kindern und Jugendlichen ermitteln deren Wünsche und Vorschläge, die in den Aktionsplan einfließen. Darin sind die Ziele, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten festgehalten. Der Aktionsplan wird vom Stadt- oder Gemeinderat beschlossen und bildet die Grundlage für die Vergabe des Siegels. So wird also kein Ergebnis zertifiziert, sondern ein Prozess. Dieser wird von einer Sachverständigenkommission unterstützt und regelmäßig evaluiert. Das Siegel wird für die Folgejahre an Senftenberg vergeben und kann danach mit einem neuen Aktionsplan verlängert werden.

Quelle: Stadt Senftenberg

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis