Energiewechsel

Spremberg: Stadt Spremberg wächst trotz Krise

Pressemeldung vom 4. Oktober 2010, 15:52 Uhr

Traditionsreicher Industriestandort in der brandenburgischen Lausitz mit positiver wirtschaftlicher Entwicklung

Spremberg, 04.10.2010 – Die brandenburgische Stadt Spremberg blickt auf eine besonders positive wirtschaftliche Bilanz in den letzten fünf Jahren zurück. So hat sich die Stadt seit 2005 unter anderem bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, Gewerbeansiedlungen, Steueraufkommen und Einpendlerbewegungen besonders gut und teilweise überdurchschnittlich entwickelt. Mitverantwortlich für diese Entwicklung sind – neben dem Wirtschaftsfaktor Braunkohle im Abbau und bei der Energieerzeugung – vor allem die erfolgreichen Unternehmensansiedlungen im verarbeitenden Gewerbe.

Bürgermeister Klaus-Peter Schulze: „Die Bürger und Unternehmen in Spremberg freuen sich über diese Entwicklung und profitieren davon. Die überdurchschnittliche Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im verarbeitenden Gewerbe bietet der Stadt vielfältige Anknüpfungspunkte für Maßnahmen bei der Neuansiedlung und Bestandsbindung von Unternehmen. Es bleibt zwar noch viel zu tun, aber ich bin sehr optimistisch, dass sich Spremberg nach dem Ende der Wirtschaftskrise weiterhin gut entwickeln wird.“

Positive Bilanz bei Beschäftigung und Steueraufkommen
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Spremberg um rund 40 Prozent verringert und ist seit 2005 von 2.742 auf zuletzt 1.617 im August 2010 zurückgegangen. Und mit über 11.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei rund 25.000 Einwohnern erreicht Spremberg heute eine Arbeitsplatzquote von 45 Prozent.

Aber nicht nur bei der Beschäftigung, sondern auch bei den Gewerbesteuereinnahmen zieht die Stadt eine positive Bilanz: So hat sich das Gewerbesteueraufkommen seit 2005 nahezu vervierfacht. Standen im Jahr 2005 rund 5,5 Mio. Euro zu Buche, waren es im Krisenjahr 2009 bereits 20,8 Mio.

Bestehende und neue Unternehmen investieren in Spremberg
Rund zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten in dem für Spremberg traditionellen Bereich der Energiewirtschaft rund um die Braunkohle. Daneben zählen vor allem die Papier-, die Kunststoff- und Chemieindustrie zu den Schwerpunktbranchen am Industriestandort Spremberg. Und mit der geplanten Förderung von Kupfererz wird sich zukünftig eine weitere Branche entwickeln.

Mittlerweile haben sich insbesondere im Industriepark Schwarze Pumpe in den vergangenen Jahren viele neue Unternehmen angesiedelt. Heute sind auf dem 700 Hektar großen Areal 80 Unternehmen mit circa 3.500 Beschäftigten angesiedelt. Seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren wurden hier rund fünf Mrd. Euro investiert. Mit der Errichtung der Hamburger Rieger GmbH & Co. KG, Papierfabrik Spremberg beispielsweise entstanden bis heute weitere 376 Arbeitsplätze. Weitere 90 Arbeitsplätze entstehen zur Zeit mit der Ansiedlung einer Silizium-Pilotproduktionsanlage im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe.

Die günstige wirtschaftliche Entwicklung hat dazu beigetragen, dass Spremberg mittlerweile – im Gegensatz zum Trend – einen Einpendlerüberschuss verzeichnen kann. Es kommen rund 4.000 Beschäftigte mehr zum Arbeiten in die Stadt als Spremberger außerhalb arbeiten.

Gute Zukunftsperspektiven
Neben der traditionell von der Braunkohle geprägten Wirtschaftskraft, die eng mit dem Engagement des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall verbunden ist, profitiert Spremberg heute vom Erfolg weiterer Unternehmen wie der Sprela GmbH (Kunststoff), der Erhard Hippe KG (Kunststoff) oder der Spremberger Tuche GmbH (Textil). Nachdem aber bei Probebohrungen wertvolle Kupfererzvorkommen entdeckt wurden, steht die Stadt kurz davor, ihre Wirtschaftskraft weiter zu steigern. Denn hier sollen ab 2016 rund 1,5 Mio. Tonnen Kupfermetall gefördert werden.

Über Spremberg
Die Stadt Spremberg zählt im Land Brandenburg (Spree-Neiße Kreis) zu den industriellen Ballungsgebieten. Mit ihren rund 25.000 Einwohnern liegt sie rund 100 km südöstlich von Berlin. Der traditionell gewachsene Industriestandort Spremberg ist vom Abbau der Braunkohle und der Energieerzeugung durch die Braunkohle geprägt. Hier wird bereits seit 1843 Braunkohle abgebaut. Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Industriepark Schwarze Pumpe. Neben einem Braunkohlekraftwerk (800 Megawatt) ist hier auch eine CO2-Sequestieranlage der Vattenfall Europe im Pilotbetrieb und eine Silizium Pilotproduktionsanlage nach einem neuem Verfahren des führenden Technologielieferanten Schmid Silicon Technology GmbH (SST). Die standortprägenden Unternehmen gehören zum produzierenden Gewerbe aus den Bereichen Papier, Kunststoff und Chemie. Die über 700-jährige „Perle der Lausitz“ verfügt neben ihrer günstigen geografischen Lage zwischen Berlin und Dresden sowie als europäischer Verkehrsknotenpunkt außerdem über ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildung.
http://www.wachstumskern-spremberg.de

Dieses Vorhaben wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

Quelle: Stadt Spremberg

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis