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Teltow-Fläming: Boden-Geo-Pfad – Gut gerüstet für die neue Saison

Pressemeldung vom 24. Mai 2011, 16:23 Uhr

Der Boden-Geo-Pfad in den Sperenberger Gipsbrüchen und Klausdorfer Tongruben ist auch in diesem Jahr ein Ausflugsziel für die ganze Familie: Er präsentiert naturkundliche und kulturhistorische Besonderheiten. Gips- und Tonvorkommen reichen hier bis an die Erdoberfläche und ermöglichten bereits ab Beginn des 17. Jahrhunderts eine relativ leichte Gewinnung. Die Rohstoffe bedingten eine intensive industrielle Nutzung mit Gipsmühlen, Ziegelbrennereien und einem breit gefächerten handwerklichen Angebot. 13 Infotafeln geben Auskünfte über die Böden und über die Natur- und Kulturgeschichte.

Neu sind in diesem Jahr zwei neue Hinweiszeichen, die in Klausdorf und Sperenberg aufgestellt wurden. „Damit fällt es interessierten Autofahrern nun leichter, Wanderparkplätze zu finden, um den Lehrpfad entlang der schönen Wanderstrecken zu erkunden“, so Projektkoordinator Carsten Preuß aus dem Umweltamt Teltow-Fläming.

Neu ist auch, dass auf der Internetseite www.boden-geo-pfad.de die Wegeführung in digitaler Form zum Herunterladen angeboten wird. Zur Verfügung stehen GPS-Daten der einzelnen Kurse im KML- und GPX-Format. Auf GPSies.com werden die Streckendaten in weiteren Formaten angeboten. Insgesamt können die Daten von fünf Rundkursen abgerufen werden.

Dank zweier Kommunal-Kombi-Stellen und weiterer MAE-Maßnahmen ist die kontinuierliche Pflege des Weges auch in diesem Jahr gewährleistet.

Der Boden-Geo-Pfad, im Juni 2008 eröffnet, liegt rund 30 km südlich von Berlin. Die Besucher erwartet eine einzigartige, von den Eiszeiten geformte Landschaft. Anhand von Bodenprofilen werden verschiedene Bodentypen wie Parabraunerde, Kolluvium, Braunerde, Niedermoor und auch anthropogene Böden beschrieben. Infotafeln geben darüber hinaus Auskunft über die Böden, deren Entwicklungsgeschichte und Nutzung. Außerdem werden die ökologischen Potenziale der Böden als Lebensgrundlage für eine zum Teil sehr seltene Pflanzen- und Tierwelt behandelt.

Der Lehrpfad präsentiert jedoch nicht nur einen typischer Ausschnitt einer eiszeitlich entstandenen Landschaft und die im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen Böden. Auch weitere naturkundliche und kulturhistorische Besonderheiten werden erläutert. Gips- und Tonvorkommen reichen hier bis an die Erdoberfläche und ermöglichten eine relativ leichte Gewinnung. Die Rohstoffe bedingten eine intensive industrielle Nutzung mit Gipsmühlen, Ziegelbrennereien und einem breitgefächerten handwerklichen Angebot.

Insgesamt erstreckt sich der Boden-Geo-Pfad über 12 km. Er besteht aus zwei Teilbereichen, die auch unabhängig voneinander erkundet werden können. Eine besondere Anreisemöglichkeit bietet die ehemalige Königlich-Preußische-Militäreisenbahn, die heute als Draisinenbahn genutzt wird. Besucher können vom Bahnhof Zossen mit der Draisine direkt bis zum Boden-Geo-Pfad fahren.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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