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Teltow-Fläming: Der Landkreis Teltow-Fläming erwartet in der 50. Kalenderwoche voraussichtlich 120 Asylsuchende

Pressemeldung vom 11. Dezember 2015, 10:54 Uhr

Allein am Montag trafen ca. 80 Personen in der Region ein. Sie wurden in Unterkünften in Blankenfelde untergebracht, es handelt sich um Menschen aus Syrien und Afghanistan. Damit leben jetzt ca. 1600 Flüchtlinge im Landkreis Teltow-Fläming.

Notunterkünfte abbauen

Ziel der Kreisverwaltung Teltow-Fläming ist es, Notunterkünfte wie den Kreistagssaal oder die Turnhalle in Ludwigsfelde noch vor dem Weihnachtsfest weitestgehend freizuziehen. Vor allem Familien sollen die Möglichkeit bekommen, frei werdende bzw. neu entstehende Plätze in anderen Unterkünften zu nutzen.

Thermohallen mit Schlafkabinen und Aufenthaltsbereichen

Neue Unterbringungsmöglichkeiten für Asylsuchende entstehen derzeit u. a. in Luckenwalde und in Schönhagen. Dort werden Thermohallen mit Schlafkabinen und Aufenthaltsbereichen errichtet. Die Entscheidung zur Nutzung derartiger Hallen ist aufgrund der neuen Aufnahmeprognose des Landes getroffen worden. Diese Unterkünfte sollen eine Umwidmung von Turn- und Kulturhallen und damit den Eingriff in den Sport-, Kultur- und Vereinsbetrieb verhindern.

Informationsveranstaltungen

Überall dort, wo Flüchtlinge untergebracht werden, finden Informationsveranstaltungen für die Einwohnerinnen und Einwohner statt. So gab es in dieser Woche am 9. Dezember im Kreishaus einen Abend unter dem Motto „Flucht und Zuflucht in Luckenwalde“. Dort wurden u. a. folgende Fragen diskutiert:

* Wie gestaltet sich der Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge?
* Welche Erfahrungen gibt es in den Luckenwalder Schulen?
* Wie hat sich in der Stadt die Kriminalitäts- und Sicherheitslage entwickelt?

Nachdem diese Veranstaltung Raum und Gelegenheit zur umfassenden Diskussion des Themas Asyl bot, folgt am 14. Dezember um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung speziell für die Nachbarn der künftigen Thermohalle im Biotechnologiepark. Hier sollten sich vor allem unmittelbare Anwohner/Mieter des Zapfholzweges, Lehmhufenweges, Frankenförder Weges sowie natürlich Mieter und Firmen des Biotechnologieparks angesprochen fühlen. Als Ansprechpartner werden u. a. Landrätin Kornelia Wehlan, Sozialdezernentin Kirsten Gurske sowie die Bürgermeisterin der Stadt Luckenwalde, Elisabeth Herzog-von der Heide zur Verfügung stehen.

Intensiv arbeitet die Kreisverwaltung Teltow-Fläming derzeit auch daran, die Unterbringung allein reisender minderjähriger Flüchtlinge abzusichern. Hier werden momentan Kooperationen mit mehreren Trägern geprüft und Möglichkeiten gesucht. Derzeit stehen 50 Plätze zur Verfügung, die jedoch komplett belegt sind.

Sportgeräte gesucht

Leider sind die meisten Asylbewerber aufgrund der langen Wartezeiten für die Bearbeitung ihrer Anträge in ihren Unterkünften oftmals zum Nichtstun verdammt. Sportgeräte wie Heimtrainer, Basketballkörbe o. ä. könnten sinnvolle Abhilfe schaffen. Wer Unterstützung geben kann, wendet sie sich bitte an Sportkoordinatorin Birgit Kaminski aus dem Amt für Bildung und Kultur, Tel. (03371) 608-3102, E-Mail birgit.kaminski@teltow-flaeming.de<mailto:birgit.kaminski@teltow-flaeming.de>

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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