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Teltow-Fläming: Flüchtlinge danken für Hilfe

Pressemeldung vom 21. März 2013, 10:01 Uhr

Sachspenden und Unterstützung von vielen Bürgerinnen und Bürgern erleichtern den Start in ein neues Leben
42 Flüchtlinge aus Tschetschenien leben seit gut einem Monat in einer Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises Teltow-Fläming in Luckenwalde. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil sie dort als Muslime um Leib und Leben fürchten und sich bedroht fühlen. Alle, auch die 22 Kinder, haben Kriegssituationen erlebt. Umso dankbarer sind die Neuankömmlinge dafür, dass sie hier gut aufgenommen worden sind. Sozialarbeiterin Nina Schmitz, die vor Ort die Fäden in der Hand hält, kann von Hilfsangeboten der unterschiedlichsten Art berichten. Deshalb sei es den Familien und ihr ein Bedürfnis, dieses Dankeschön auch öffentlich zu machen.
Nicht nur materielle Unterstützung
So habe es nach einem Aufruf der Integrationsbeauftragten des Landkreises jede Menge Sachspenden gegeben. Dabei kamen so viel Hausrat, Möbel, Kleidung und Spielzeug zusammen, dass der Bedarf fürs Erste mehr als gedeckt ist. Doch es gab nicht nur materielle Unterstützung. So haben zwei ehemalige Russischlehrerinnen angeboten, mit den Flüchtlingen Deutsch zu üben. Andere Bürgerinnen und Bürger wollen die Familien beispielsweise bei Behördengängen begleiten oder ihnen im Alltag helfen. Die Kinder bekommen einen Crashkurs Deutsch in der Volkshochschule, damit sie sich schnellstmöglich verständigen können. „Bislang kam jeden Tag mindestens einmal jemand her, um Unterstützungsangebote unterschiedlichster Art zu machen. Das stärkt uns alle auch sehr“, so Nina Schmitz.
Gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung
Ausdrücklich lobt sie auch die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. Hier hätten unterschiedlichste Ämter an einem Strang gezogen und in kürzester Zeit dafür gesorgt, dass die Unterkunft in gutem Zustand zur Verfügung steht. Dort soll jetzt noch ein Gemeinschaftsraum eingerichtet werden, auch am Außengelände wird gearbeitet. Die Bewohner würden sehr gerne gemeinsam mit interessierten Einwohnern aus Luckenwalde einen Lehmbackofen bauen. Nina Schmitz ist dabei, dieses Projekt zu prüfen bzw. in die Wege zu leiten.
Abschied für immer mit Blick nach vorn
Die Flüchtlinge selbst freuen sich darauf, jetzt endlich ein sicheres, ein „ganz normales“ Leben führen zu können. „Hätten wir das zu Hause gekonnt, wären wir nicht hier“, betont eine der Frauen. Von Tschetschenien mussten sie sich wegen der Flucht für immer verabschieden. Und wie die Zukunft aussieht, ist offen.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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