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Teltow-Fläming: Gesundheitskarte für Asylbewerber – Erleichterung für Patienten, Ärzte und Verwaltung

Pressemeldung vom 1. September 2016, 13:17 Uhr

Asylbewerber müssen ab 1. September 2016 im Landkreis Teltow-Fläming beim Arzt nur noch ihre elektronische Gesundheitskarte vorweisen. Bisher konnten Asylbewerber nur dann medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, wenn das Sozialamt vorab Behandlungsscheine und Kostenübernahmeerklärungen gegenüber den Ärzten, Kliniken und anderen medizinischen Leistungsträgern ausgestellt hatte. Diese Leistungen mussten dann wiederum abgerechnet werden. Das Verfahren war sowohl für die Asylsuchenden als auch für die Ärzte und die Kreisverwaltung mit vielen Wegen und hohem Aufwand verbunden. Im Gegensatz zu den gesetzlich Versicherten berechtigt diese Gesundheitskarte die Asylbewerber jedoch nur zur Not- und Schmerzbehandlung und anderen, unbedingt notwendigen medizinischen Maßnahmen. Jede elektronische Gesundheitskarte enthält Angaben zur Legitimation ihres Besitzers: Name, Geburtsdatum und ein Passfoto. In der Arztpraxis kann sofort erkannt werden, ob der tatsächliche Karten-Besitzer eine Behandlung wünscht. Ein Missbrauch ist somit weitgehend ausgeschlossen. Bis zum 1. Oktober 2016 wird die Umstellung für alle leistungsberechtigten Asylbewerber des Landkreises abgeschlossen sein. Der Landkreis Teltow-Fläming ist mit Beschluss des Kreistages dem Rahmenvertrag des Landes Brandenburg und den gesetzlichen Krankenkassen zur Einführung der Gesundheitskarte mit Wirkung zum 1. Juli 2016 beigetreten. Das Land Brandenburg übernimmt alle Kosten für die gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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