Energiewechsel

Teltow-Fläming: Hinter den Freizeitschwimmern und Badelustigen der Region liegt eine gute Saison

Pressemeldung vom 19. Oktober 2010, 08:44 Uhr

So wertet es das Gesundheitsamt Teltow-Fläming, das die Badegewässer des Landkreises auch im vergangenen Sommer regelmäßig auf ihre Qualität hin überprüfte. Die Mitarbeiter der Behörde beprobten monatlich insgesamt 15 ausgewiesene Badestellen und brauchten dabei keine großen „Mängel“ festzustellen.

So musste – anders als in manchen Vorjahren – zu keinem Zeitpunkt ein Badeverbot ausgesprochen werden. Dies ist zum Beispiel dann erforderlich, wenn zu starkes Algenwachstum bemerkt wird – in der Saison 2010 war dies zu keinem Zeitpunkt der Fall.

Auch die Sichttiefen der Badegewässer waren im vergangenen Sommer durchweg akzeptabel. Die höchsten Werte – zwei Meter und mehr – gab es im Glienicksee, im Großen Zeschsee und im Motzener See. Lediglich 0,50 Meter wurden im Kliestower, im Rangsdorfer und im Siethener See gemessen. Die Sichttiefe ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung möglicher Gefahren. Ist das Wasser zu trübe, können Menschen, die gerettet werden müssen, in einem Notfall möglicherweise nicht mehr gefunden werden. Die kritische Marke wurde 2010 jedoch nie unterschritten.

Temperaturtechnisch gab die Bade-Saison 2010 ebenfalls keinen Grund zur Klage. Obwohl sich Petrus wahrlich nicht immer von seiner besten Seite zeigte, wurden im Juli im Gottower See 26,6 Grad Celsius und am Körbaer See 26,7 Grad Celsius gemessen.

Auch die mikrobiologischen Tests blieben weitgehend ohne Beanstandungen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes entnehmen den Badestellen regelmäßig Proben, die im Potsdamer Wasser- und Umweltlabor untersucht werden. Dabei wird nach Bakterien, die die Gesundheit der Badegäste gefährden könnten, „gefahndet“. Eine Probe aus dem Krummen See in Sperenberg hatte sich zunächst als kritisch erwiesen, bei einer Wiederholungsuntersuchung konnte der Verdacht jedoch entkräftet werden.

Warnhinweise waren 2010 lediglich am Siethener See erforderlich. Hier hatten einige Bürger nach dem Baden über unangenehme Hautreaktionen geklagt. Grund dafür waren so genannte Zerkarien. Dabei handelt es sich um Larven kleiner Saugwürmer, die den Menschen versehentlich als „Fehlwirt“ befallen und dabei eine unangenehme Badedermatitis auslösen.

Über den Zustand der Badegewässer im Sommer 2010 konnten sich die Bewohner und Gäste des Landkreises regelmäßig informieren. Presse-Veröffentlichungen, die Homepage des Landkreises sowie eine Ausstellung im Foyer des Kreishauses gaben dafür stets den aktuellen Hintergrund. Diese Praxis hat sich bewährt und wird auch 2011 fortgesetzt. Wie dann die Badesaison ausfällt, steht trotz Hundertjährigem Kalender oder anderen Prognosen natürlich noch in den Sternen…

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis