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Teltow-Fläming: Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es ca. 1000 Baudenkmale sowie über 1.400 bekannte Bodendenkmale

Pressemeldung vom 5. April 2013, 09:11 Uhr

Einige von ihnen werden im Denkmalschutzkalender 2013 vorgestellt. Ergänzend dazu erläutert die Denkmalschutzbehörde Teltow-Fläming das jeweilige Denkmal des Monats etwas näher, um den Blick des Betrachters einmal mehr für bewahrenswerte Bauten der Region schärfen.
Das April-Kalenderblatt widmet sich dem Wohnhaus Hauptstraße 16 in Dahme/Mark. Es hebt sich in der Zeile gründerzeitlicher Fassaden in dieser Straße durch seine elegante Gliederung und vor allem die Balustrade als Dachabschluss ab. Seine Fassade ist repräsentativ mit Stuck gestaltet und lässt so schon von außen vermuten, dass es auch in seinem Inneren noch manche Kostbarkeit zu entdecken gibt.

Wie vielfältig dann aber die Ausstattung wirklich ist, überrascht den Besucher dennoch. Bürgerlicher Wohlstand zeigt sich hier in einem außergewöhnlich üppig ausgestatteten Treppenhaus mit handwerklich anspruchsvollen Holzarbeiten. Die Eigentümer haben die Wand- und Deckenmalereien im Eingangsflur und im Treppenhaus von einem Restaurator sorgfältig wieder herstellen lassen. Ein bleiverglastes Fenster zieht den Besucher ganz besonders in den Bann. Es zeigt das fotorealistische Portrait einer mysteriösen Frau, umrahmt von floralen Jugendstil-Ornamenten.

In den Wohnräumen findet man die historischen Türen, Fußböden und mit Stuck verzierten Decken im guten, wieder aufgearbeiteten Zustand vor und trifft auf einen besonders prachtvollen Kachelofen. All diese Schätze konnten von Interessierten schon im Advent 2011 besichtigt werden, als die „Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen“ traditionell die „Altstadttürchen“ vorzeigbarer Denkmale öffnete.

Im Kern handelt es sich beim dem Wohnhaus um einen Fachwerkbau aus dem frühen 19. Jahrhundert, der gegen Ende des selben Jahrhunderts eine Putzfassade im Stil der Neorenaissance erhielt. Verschiedene Geschäftsleute versuchten hier im Laufe der Zeit ihr Glück: ein Kolonialwarenhändler, ein „Engrosgeschäft“ und eine „Mineralwasser- und Likeurfabrik“.

Heute befinden sich in der Hauptstraße 16 ein Planungsbüro und Wohnräume.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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