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Teltow-Fläming: Landestierseuchenübung – Teltow-Fläming ist auf Ernstfall gut vorbereitet

Pressemeldung vom 25. November 2013, 10:38 Uhr

Luckenwalde – Der Landkreis Teltow-Fläming ist auf den Ernstfall vorbereitet. Dies ist das Fazit einer groß angelegten Landestierseuchenübung, die vom 18. bis 22. November 2013 unter Leitung von Amtstierärztin Dr. Silke Neuling in der Region durchgeführt wurde. „Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, dass der Landkreis Teltow-Fläming mit seinem Krisenmanagement sehr gut aufgestellt und durchaus in der Lage ist, in enger Zusammenarbeit mit der Task-Force des Landes sowie mit Spezialisten anderer Landkreise die notwendigen Maßnahmen zügig und folgerichtig einzuleiten und umzusetzen“, so Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Für die Übung wurde angenommen, dass im Landkreis Teltow-Fläming die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, von der vor allem Rinder, Schweine und andere Paarhufer betroffen sein können. Im Ernstfall würde die hochinfektiöse Seuche erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland oder den gesamten Raum der Europäischen Union haben.

Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte

Die Übung begann am 18. November mit der Meldung des Ausbruchsverdachts. Unverzüglich folgten die in einem solchen Fall erforderlichen Schritte: Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Teltow-Fläming, Alarmierung des Katastrophenstabes und behördliche Beobachtung des vermeintlich betroffenen Betriebes sowie eines benachbarten Unternehmens. Es wurden Blutproben gezogen, die im Ernstfall an das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems zur Untersuchung versandt werden würden. Außerdem begann die Untersuchung zur Ermittlung der Ursachen bzw. weiterer Kontaktbetriebe.

Organisation ist alles

Unter Echtzeitbedingungen wurde am Mittwoch in verschiedenen Teams geübt. Dabei erhielt der Landkreis Teltow-Fläming Unterstützung vom Land Brandenburg sowie von den Amtstierärzten der umliegenden Kreise, Freiwilligen Feuerwehren der Region und von der DLRG. Auch die Übungsbetriebe waren mit großem Engagement und zahlreichen Helfern im Einsatz.

Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zu den betroffenen Betrieben, die Tierbestände wurden geschätzt und die Organisation der im Ernstfall notwendigen Tötung der Tiere durchgespielt. Selbstverständlich kam dabei kein Tier tatsächlich zu Schaden.

Zwei Teams übernahmen die Ermittlung der Ursachen für den Ausbruch der Seuche und die Recherche möglicher Kontaktbetriebe. Alle Beteiligten trugen Schutzbekleidung und wurden im eigens eingerichteten „Tierseuchenbekämpfungszentrum“ auf dem Gelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums Luckenwalde am Ende der Übung „dekontaminiert“. Dazu mussten die Akteure vor Ort duschen, ihre Schutzkleidung wurde entsorgt. Auch das wäre im Ernstfall erforderlich, um eine Verschleppung der Seuche zu verhindern.

Begleitet wurde der Tag durch zahlreiche Gäste aus Politik und Presse. Ebenso konnten sich Landrätin Kornelia Wehlan, Brandenburgs Staatsekretärin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Almuth Hartwig-Tiedt sowie Landestierarzt Dr. Klaus Reimer vom gelungenen Zusammenspiel der einzelnen Bereiche überzeugen. Auch Gäste aus dem polnischen Partnerkreis Gniezno, den Nachbarwojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie sowie dem staatlichen Veterinärdienst Lettlands begleiteten die Übung und äußerten sich anerkennend über deren professionelle Vorbereitung und Durchführung.

Fazit: Der Landkreis Teltow-Fläming ist auf eine mögliche Tierseuche bestens vorbereitet, hofft aber, dass es beim Üben bleibt. Einmal mehr wurde unter Beweis gestellt, dass eine reibungslose Organisation und Zusammenarbeit der verschiedenen behördlichen Stellen sowie ununterbrochene Rückmeldungen der einzelnen Teams an den Katastrophenschutzstab unablässig sind.

Staatssekretärin Hartwig-Tiedt, der Leiter des Katastrophenstabes Holger Lademann und Amtstierärztin Dr. Silke Neuling dankten allen an der Übung Beteiligten für ihren Einsatz. „Nur so ist es möglich, sich auf den Ernstfall vorzubereiten“, betonten sie heute bei der abschließenden Pressekonferenz.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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