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Teltow-Fläming: Langes Haus in Hohenahlsdorf

Pressemeldung vom 12. Juni 2013, 11:34 Uhr

Internationaler Lehmbauspezialist zeigt Interesse – Masterstudiengang der FH Potsdam am Gutsarbeiterhaus

Auf Initiative der Denkmalbehörden trafen sich am 7. Juni 2013 Absolventen der Fachhochschule Potsdam mit ihrem Professor Christof Ziegert am Gutsarbeiterhaus in Hohenahlsdorf, Gemeinde Niederer Fläming.

Das Lehmsteinhaus aus dem späten 18. Jahrhundert ist in den Fokus der Fachwelt gerückt, weil es sich bei diesem Gebäude um einen der seltenen Lehmbauten in Brandenburg handelt. Darüber hinaus hat die aktuelle Diskussion in der Gemeinde über den Zustand des Hauses die Behörden auch veranlasst, Kontakt mit der Fachhochschule aufzunehmen.

Interessante Herausforderung
Der Masterstudiengang „Bauerhaltung“ im Fachbereich Bauingenieurwesen setzt sich u. a mit der Aufgabe des Bauens im Bestand auseinander und hat somit einen direkten Bezug zu alten Bautechniken, wie z. B. hier in Hohenahlsdorf des Lehmsteinbaus. Außerdem ist ein altes Haus und seine Schwächen für Studierende dieses Studienganges eine interessante Herausforderung.

Unterstützung für Erhalt
Bei dem Vororttermin stellte sich heraus, dass zwei Studentinnen ihre Masterarbeiten gerne dem sogenannten Drescherhaus, seiner Baugeschichte und seinen Erhaltungsmöglichkeiten widmen möchten. Mit Professor Ziegert haben sie einen renommierten Lehmbauspezialisten an ihrer Seite, der weltweit gefragt ist. Eine Kostprobe seines Rufs konnten alle Beteiligten erleben, denn während des Gesprächs bekam er einen Anruf der UNESCO mit der Bitte, bei der Rettung eines im Iran bedrohten Lehmbaus mitzuhelfen.

Für die Rettung des Lehmbaus in Hohenahlsdorf hat Professor Ziegert jedenfalls schon seine Unterstützung zugesagt.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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