Energiewechsel

Teltow-Fläming: Melde- und Informationspflichten für Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer

Pressemeldung vom 7. August 2012, 14:54 Uhr

Auf neue Melde- und Informationspflichten für Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer macht das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Teltow-Fläming aufmerksam. Die veränderten Gesetze sind Folge des so genannten Dioxin-Skandals, der Ende 2010/Anfang 2011 bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Seinerzeit war bekannt geworden, dass ein Futtermittelunternehmen in Norddeutschland mit Dioxinen belastete Industriefette für die Herstellung von Futtermitteln verwendet hatte. Darauf reagierte der Gesetzgeber unter anderem mit einer Änderung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB). Es wurde um den Paragraphen 44a ergänzt, der die Meldepflicht für Untersuchungsergebnisse aus Eigenkontrollen regelt.

Dies erfolgt aus gutem Grund, denn künftig sollen alle Daten zu Dioxinen in Lebens- und Futtermitteln in einem gemeinsamen Datenpool zusammengeführt und ausgewertet werden. Dabei müssen auch die Ergebnisse aus den Eigenkontrollen der Wirtschaft einbezogen werden. Auf dieser Basis soll ein Frühwarnsystem eingerichtet werden, um Problemen frühzeitiger begegnen zu können. Mit anderen Worten: Lebensmittelunternehmer, z. B. Eier- oder Milchproduzenten, müssen jedes Untersuchungsergebnis dieser unerwünschten Stoffe dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt melden. Dies hat innerhalb von 14 Tagen, nachdem der Unternehmer Kenntnis vom Untersuchungsergebnis erhalten hat und es endgültig feststeht, zu erfolgen. Sind gesetzliche Höchstwerte überschritten, muss dies unverzüglich gemeldet werden.

So eine Mitteilung bedarf der Schriftform und muss bestimmte Angaben enthalten. Dazu gehören u. a. der Name und Anschrift des Unternehmers, Probenummer, Art des untersuchten Erzeugnisses, Messergebnis, Untersuchungsmethode, Bestimmungsgrenze und Messunsicherheit. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wird diese Meldung in anonymisierter Form an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit weiterleiten.

Für die Meldung gibt es elektronische Muster in Form von Excel-Tabellen, deren Format nicht geändert werden darf. Diese Vorlagen sind auf der Homepage des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) erhältlich. Ein entsprechender Link ist auch auf der Homepage des Landkreises Teltow-Fläming unter www.teltow-flaeming.de zu finden. Dort bitte einfach das Stichwort Dioxin in die Suchmaske eingeben.

Was ist Dioxin?

Dioxine sind Substanzen, die vom Menschen hauptsächlich über tierische Lebensmittel aufgenommen werden. Sie entstehen unter anderem bei Verbrennungsprozessen und sind auch heute noch als Altlasten aus früherer industrieller Produktion im Boden von Bedeutung. Zu den Dioxinen gehört eine Vielzahl von Substanzen mit sehr unterschiedlichen gesundheitsschädigenden Eigenschaften. Einige können Krebs auslösen. Weltweit wird deshalb eine Verringerung der Belastung angestrebt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Dioxine gibt es unter anderem auf folgenden Internetseiten:

* www.bmelv.de (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)
* www.bvl.bund.de (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
* www.bfr.bund.de (Bundesinstitut für Risikobewertung)
* www.umweltbundesamt.de (Umweltbundesamt)

Für Fragen steht auch das Veterinär- bzw. Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Teltow-Fläming zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Dr. Annette Kobe, Tel. (03371) 608-2220.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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