Energiewechsel

Teltow-Fläming: Sommerzeit macht liebestoll – jedenfalls das Rehwild

Pressemeldung vom 25. Juli 2016, 14:26 Uhr

Von Mitte Juli bis Mitte August ist es besonders aktiv bei der Produktion seines Nachwuchses und damit blind für alle äußeren Eindrücke … Deshalb mahnt die Untere Jagdbehörde Teltow-Fläming zu besonderer Vorsicht, denn Bock und Ricke achten im Moment weniger denn je auf den Straßenverkehr. Nicht nur in der Morgen- und Abenddämmerung, sondern den ganzen Tag über queren die hormongesteuerten Tiere die Fahrbahnen.

Autofahrer sollten aufpassen

Für die Autofahrer heißt es aufpassen. Weil das Rehwild im Liebesrausch völlig unvorsichtig reagiert, kann es schnell zu Wildunfällen kommen. Und die haben es mitunter in sich: Die Aufschlagskraft eines Rehbocks bei einer Kollision mit einem Auto, das mit 60 km/h unterwegs ist, liegt bei über einer halben Tonne!

Die Jagdbehörde mahnt deshalb die Autofahrerinnen und Autofahrer in ihrem eigenen Interesse zu besonderer Vorsicht. Vor allem bei Fahrten durch den Wald, entlang von Hecken und zwischen hohen Ackerbaukulturen wie Maisfeldern sollte man immer den Fahrbahnrand im Auge behalten.

Übrigens kommt ein Tier selten allein. Taucht am Straßenrand ein Reh auf, ist der paarungswillige Verfolger meist nicht weit. Besonders an heißen Tagen liefern sich die Tiere wilde Verfolgungsjagden.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

Quert ein Tier die Fahrbahn, ist am besten sofort abzublenden und kontrolliert zu bremsen. Kann man den Zusammenstoß nicht verhindern, sollte man das Lenkrad unbedingt gerade halten. Unkontrollierte Ausweichmanöver sind gefährlich, da das Fahrzeug vor allem bei hoher Geschwindigkeit sehr schnell ins Schleudern gerät.

Wenn es doch gekracht hat, ist man verpflichtet, den Unfall unverzüglich zu melden. Ansprechpartner sind die zuständige Leitstelle, die nächste Polizeidienststelle oder der örtlich zuständige Jagdausübungsberechtigte.

Mit Abklingen der Brunftzeit verringert sich Mitte/Ende August die Gefahr von Wildunfällen mit Rehen. Dennoch ist umsichtiges und vorsichtiges Fahren angebracht, da Wild jederzeit die Straße queren kann.

Wildunfälle im Landkreis Teltow-Fläming

Im Landkreis Teltow-Fläming wurden 2015 bei der Polizei 980 Wildunfälle erfasst, im Jahr davor waren es 915. Das entspricht einem Anstieg um 7,1 Prozent. 2014 wurden bei Wildunfällen 15 Personen verletzt, im Jahr darauf waren es 17. Zum Glück wurde dabei – abgesehen von so manchem Tier – niemand getötet.

Weitere Informationen zum Verhalten bei Wildunfällen findet man im Internetauftritt des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft unter folgendem Link:

http://www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.337816.de?highlight=wildunfall

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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