Energiewechsel

Teltow-Fläming: TF punktet in Rumänien

Pressemeldung vom 29. April 2016, 15:18 Uhr

Internationale Anerkennung für Energiesparprojekt an Schulen des Landkreises

Das Projekt „Energiesparen an Schulen des Landkreises Teltow-Fläming“ fand kürzlich internationale Anerkennung. Werina Neumann von der Klimaschutzkoordinierungsstelle Teltow-Fläming präsentierte es auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMUB) in der rumänischen Stadt Brasov (Kronstadt). Vertreter der rumänischen Regierung, der deutschen Botschaft in Bukarest, des BUMB sowie zahlreiche Schüler und Lehrer waren sehr interessiert und zollten dem Projekt großen Respekt. Das in Deutschland erfolgreiche Konzept soll nun auch auf rumänische Schulen übertragen werden. Dies erfolgt im Rahmen des EU-weiten Projekts „Zusammenwirken von Nutzerverhalten, Technik und Bildung bei der nachhaltigen und klimafreundlichen Nutzung von Schulgebäuden“. Dieses wird vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen e. V. (UfU) in Kooperation mit der rumänischen Organisation „Environ“ bearbeitet. Eine 8-köpfige Delegation machte sich dafür auf den Weg, um gemeinsam mit dem rumänischen Partner die Ergebnisse zu präsentieren. Zur deutschen Delegation gehörten Sarah Kloke (BMUB), Werina Neumann (Landkreis Teltow-Fläming), Elisabeth Wilkes, Antonio Debeljak, Luisa Meister, Pamela Motes (alle Carl-Benz-Oberschule Berlin) sowie Hoai Nguyen und Florian Kliche (vom UfU). Unterstützung erhielten sie vor Ort von Matthias Mau, Vertreter der Deutschen Botschaft in Bukarest. Von rumänischer Seite traten Elena Gaspar-Ion, Andrei Orban, Anamaria Radulescu und Roxana Puia (alle Environ) sowie Daniela Calugaru (Bildungsministerium) auf. Bei einer Veranstaltung stellten die Kooperationspartner sowie die Schülerinnen und Schüler von deutscher und rumänischer Seite die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Werina Neumann verdeutlichte in ihrem Vortrag, welche Herausforderungen innerhalb der Verwaltung zu bewältigen sind. Grundlage ist dabei die Unterstützung durch die politische Entscheidungsträger und die notwendige Anschubfinanzierung. Damit die vielen betroffenen Ämter mit den Akteuren vor Ort in der Schule einheitlich zusammenarbeiten können, ist ein koordiniertes und vertrauensvolles Vorgehen durch eine zentrale Stelle entscheidend. Das Engagement der Lehrkräfte, Schulleiter, Hausmeister und der Lernenden ist zudem ein Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiesparprojekte. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des chronischen Lehrermangels und der zum Teil schlechten baulichen Situationen in den Schulen. Im Landkreis Teltow-Fläming wurden Einsparungen von 10 Prozent Kohlendioxid (300 Tonnen) sowie 100.000 Euro Kosten für Strom, Wärme und Wasser eingespart. Das kann nur durch langfristige und kontinuierliche Projektumsetzung erhalten werden. Werina Neumann resümiert: „Die jährliche Durchführung der Energiesparprojekte macht es möglich, dass in allen Klassen und Jahrgangsstufen und somit in der ganzen Schule das Umweltbewusstsein, die Nachhaltigkeit und die Effizienz eine wachsende Bedeutung bekommen.“ Der gegenseitige Erfahrungsaustausch brachte auch neue Impulse für die Arbeit im Landkreis Teltow-Fläming und soll nicht zuletzt auf Wunsch der deutschen Botschaft und der Bundesregierung intensiviert werden.

Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

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