Energiewechsel

Wildau: Der ehemalige Weltklasse-Mittelstürmer Peter Ducke in Wildau

Pressemeldung vom 20. November 2013, 08:56 Uhr

Am 14.11.2013 war das ehemalige Fußball-Idol Peter Ducke Gast des Wildauer Bürgermeisters Dr. Uwe Malich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Interessante Persönlichkeiten zu Gast in Wildau“. Peter Ducke reiste aus Thüringen, aus Jena, an, um den Gästen der Wildauer Gesprächsrunde über sein Leben und seine sportlichen Erfolge zu erzählen. Er war eine prägende, bestimmende Figur des DDR-Fußballs von 1960 bis 1977. Peter Ducke war aber noch mehr. Er war ein ganz wilder, schwer zu zähmender Typ. Und er war gewissermaßen ein personeller Gegenentwurf zu den wohl organisierten, biederen, eher konservativen Verhältnissen in der DDR. Er ließ sich schwer einordnen, schwer unterordnen. Obwohl der Fußball ein Mannschaftssport ist und er natürlich Teil der Mannschaft war, sehr oft sogar ein herausragender Teil, eben der Spitzenmann der Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena bzw. der DDR-Nationalmannschaft bzw. der DDR-Olympiaauswahl. Und er war international begehrt und anerkannt.

Nicht leicht hatten es mit Peter Ducke seine Trainer, die Schiedsrichter und die Gegenspieler. Die hatten es aber auch besonders auf ihn abgesehen. Seine Dribblings und viele seiner Tore sind noch heute legendär. Peter Ducke konnte sehr interessant über verschiedene Spieler seiner Zeit erzählen. Über seine Trainer Georg Buschner und Hans Meyer und den Schiedsrichter Rudi Glöckner. Natürlich wurde auch das Verhältnis des Superstars zu den Frauen thematisiert. Peter Ducke betonte dabei seine Familienorientierung. Allerdings wurde er vor 40 Jahren als der „schwarze Peter“ von vielen Frauen umschwärmt. Die intensive leistungssportliche Betätigung ließ aber auch in dieser Beziehung nur wenig Spielräume zum „Austoben“. Dem blieb der Fußballplatz vorbehalten. Da war er kaum zu bändigen. Auch das soziale Leben von Peter Ducke wurde erläutert. Zunächst war der Fußball sein Beruf. Und er stand immer im Fokus der entsprechenden Medien. Großzügige Angebote für Vereinswechsel auch in westliche Fußballregionen schlug er aus. Er fühlte sich beim FC Carl Zeiss Jena wohl. Allerdings gab es auch beim FC Carl Zeiss Jena „stramme Genossen“ und schließlich ein DDR-typisches, aus heutiger Sicht lächerliches Vorkommnis mit Peter Ducke: Ende der 70er Jahre bekam er Besuch aus dem Westen und fuhr, heute ganz normal, selber mit dem Westauto, einem Citroen, zum Training (er war damals Nachwuchstrainer). Irgendwelche „150-prozentigen Genossen“ haben ihm das sehr übel genommen. Er musste als Nachwuchstrainer seinen Hut nehmen. Aber Peter Ducke studierte danach an der Jenaer Universität Sportlehrer und arbeitete in dieser Funktion bis in die Nachwendezeit. Auch heute arbeitet er mit Vereinen seiner Heimatregion in Fußballcamps für junge Nachwuchssportler zusammen. Er ist diesbezüglich noch sehr aktiv. Immerhin ist er ja Jahrgang 1941, aber das sieht man dem Sportstypen Peter Ducke kaum an. Er war ein lockerer, freundlicher und interessanter Gesprächspartner in Wildau. Die Gäste wünschten ihm weiterhin viel Spaß bei seinem geliebten Sport als Übungsleiter für die jetzt nachwachsende Generation. Sport frei!

Quelle: Öffentlichkeitsarbeit & Stadtmarketing der Gemeindeverwaltung Wildau

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